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Skulpturen, Graffiti und Musik

Wer sich mehr als virtueller Bildhauer sieht, hat ebenfalls eine gute Auswahl an Apps - wobei die Programme sehr unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Oculus hat mit Medium (29,99 Euro) ein hochgradig leistungsfähiges Tool erschaffen, mit dem man virtuellen Lehm - dank der Touch-Controller - sehr präzise auftragen und entfernen kann; die fertigen 3D-Modelle lassen sich in verschiedenen Formaten exportieren. Die Funktionsfülle erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit, Tutorials gibt es allerdings zur Genüge. Google Blocks (Steam, Rift / gratis) ist demgegenüber ein eher rudimentäres Tool und macht seinem Namen alle Ehre: Es richtet sich in erster Linie an Einsteiger, die ohne viel Büffelei einfache Strukturen erschaffen wollen. Störend dabei: Weder das Erstellen noch das nachträgliche Bearbeiten von Objekten ist besonders präzise. Wieder einen anderen Ansatz verfolgt MasterPieceVR (Steam, Rift / 27,99 Euro): Hier können User gemeinsam online an Kunstwerken arbeiten, die Leistungsfähigkeit der Werkzeuge macht dem App-Namen alle Ehre.

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Sculpting ist das Anwendungsfeld, in dem die Download-Stores die wohl größte Auswahl bieten. Auch die Indie-App Kodon (Steam, Rift / 19,99 Euro / Early Access) erhält von den Steam-Usern sehr gute Kritiken, die Grundmasse Lehm erinnert an den großen Konkurrenten Medium. SculptVR schließlich bringt die virtuelle Bildhauerei auch auf Daydream VR (Steam / 19,99 Euro - Daydream / 4,99 Euro): Ähnlich wie in Minecraft lassen sich hier einzelne Klötzchen zu eindrucksvollen Skulpturen auftürmen. Eine App speziell für Produktdesigner ist Gravity Sketch. Gravity Sketch ist kompatibel mit Vive und Oculus; für eine Beta ist sie vergleichsweise teuer (27,99 Euro), andererseits aber auch schon jetzt sehr beeindruckend.

Graffiti

Kingspray Graffiti ist tatsächlich der ungekrönte König des virtuellen Wandmalens - eine ähnlich leistungsfähige und grafisch brillante App sucht man vergeblich (Steam, Rift / 14,99 Euro). Es macht einfach unglaublich viel Spaß, die verschiedenen Hintergründe mittels diverser Farben und Caps zu besprühen. Und auch die Stadtreinigung darf sich freuen.

Musik machen

Soundstage VR ist ein Kompositionswerkzeug (Steam / 9,99 Euro), das leider derzeit nicht mehr weiterentwickelt wird - sein Schöpfer Logan Olsen ist ins Google-Team gewechselt. Dennoch bietet die App so viele Funktionen, dass sich das gut verschmerzen lässt. In Soundstage VR können angehende Komponisten verschiedenste Instrumente über leuchtende Kabel miteinander koppeln, auch Rhythmen sind sehr intuitiv programmierbar. Womöglich ist das Komponieren in VR immer noch deutlich umständlicher als in 2D am Monitor - doch es macht mindestens genauso viel Spaß. Wer nur ein bisschen rumfrickeln will, kann auch auf die App Jam Session VR zurückgreifen (Steam, Rift / 2,99 Euro). Viel Spaß!

Animation

Erst kürzlich haben wir die famose App Mindshow (Steam, Rift / gratis / Early Access) vorgestellt, mit der sich kurze, witzige Animationsfilme drehen und vertonen lassen (Steam / gratis /Early Access). Hobby-Regisseure finden auch in Tvori (Steam, Rift / 19,99 Euro) ein reiches Betätigungsfeld: Im Nu entwerfen sie stimmungsvolle Kulissen, animieren Figuren und drehen die Szenen dann mit stabilisierter "Handkamera".

Fazit

Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene bietet VR die passenden Kreativ-Tools - und das in vielen Kunstrichtungen. Was bei den meisten Apps noch fehlt, ist ein Koop-Modus, der schöpferische Kräfte online vereint. Alles in allem sind die Kreativ-Apps eine ausgezeichnete Werbung für Virtual Reality. Vielleicht merken das bald auch die nicht-virtuellen Museen - und stellen mehr VR-Kunst aus.

 Kreativ-Apps für VR-Headsets: Austoben im VR-Atelier
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Nikolai 27. Dez 2017

Hatte noch nicht viel Zeit das auszuprobieren... aber die ersten Versuche waren schon...


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