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Krankentransport: Autonom fahrender Rollstuhl für Krankenhäuser geplant

Mangels Pflegepersonal will der Stadtstaat Singapur einen autonom fahrenden Rollstuhl für Krankenhäuser entwickeln lassen. So soll das Personal für wichtigere Aufgaben als den Krankentransport zur Verfügung stehen.
/ Andreas Donath
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Rollstühle sollen automatisiert werden (Bild: Paul Sableman)
Rollstühle sollen automatisiert werden Bild: Paul Sableman / CC-BY 2.0

Singapur finanziert ein Projekt zur Entwicklung eines autonom fahrenden Rollstuhls für Patienten in Krankenhäusern. Laut einem Bericht von Govinsider(öffnet im neuen Fenster) soll das Projekt bis März 2017 laufen. Ähnlich wie ein autonom fahrendes Auto soll der Rollstuhl mit Hilfe von Sensoren seine Umwelt wahrnehmen und mit Maschinenlernen einen Weg finden, den Patienten unfallfrei zu befördern. Dabei geht es aber nur um Transporte innerhalb des Krankenhauses.

In Teilen Asiens ist die Bevölkerung überaltert, so dass es in vielen Bereichen Automatisierungsbemühungen gibt. Beispielsweise werden Krankenhäuser mit Robotern ausgerüstet, die Medikamente und das Essen verteilen.

Auch in den USA gibt es Roboter in der Krankenpflege. So startete ein Kinderkrankenhaus in Boston 2011 ein Pilotprojekt mit Telepräsenzrobotern : Die Patienten bekommen nach einer Operation einen Roboter mit nach Hause. So müssen sie nicht zu Nachuntersuchungen ins Krankenhaus fahren. Die Roboter sind mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet, damit ein Arzt oder eine Krankenschwester mit dem Patienten oder dessen Eltern kommunizieren und etwa die Operationsnarbe begutachten kann.

In dem EU-finanzierten Projekt Iward wurde der Einsatz sogenannter Nursebots(öffnet im neuen Fenster) untersucht, bei dem Roboter in Schwärmen agieren. Sie sollen beispielsweise für Reinigungsaufgaben eingesetzt werden, aber auch Patienten erkennen können und mit diesen kommunizieren sowie Transportaufgaben übernehmen.


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