Kraken3 Scout Medium: Drohnenboot soll fliegende Kamikazedrohnen absetzen

Die Rüstungsspirale dreht sich: Die Erfolge der ukrainischen Marine haben den britischen Rüstungshersteller Kraken(öffnet im neuen Fenster) dazu motiviert, ein autonomes Boot zu entwickeln. Es wurde auf der Sonderkonferenz für Spezialeinheiten in Florida vorgestellt, berichtet The War Zone(öffnet im neuen Fenster) .
Das Wasserfahrzeug namens Kraken3 Scout Medium ist nur 8,2 Meter lang und führte Manöver im Hafen von Tampa durch.
Das Schiff wurde vom britischen Rüstungsunternehmen Kraken mit Navigationssystemen von Aerovironment(öffnet im neuen Fenster) ausgerüstet und ist für verschiedene Missionstypen ausgelegt, darunter Kamikazeangriffe, Drohnenabwehr und Frachtlieferungen.
Die Kraken3 verfügt über zwei Abteile für verschiedene Nutzlasten, unter anderem für Sensorik oder Geräte zur elektronischen Kriegsführung. Laut The War Zone kann das Schiff auch die Switchblade-Loitering-Munition starten, die in der Ukraine gegen russische Ziele eingesetzt wurde.
Autonome Fähigkeiten und technische Spezifikationen
Mithilfe des proprietären kollaborativen Autonomiesystems Halo Swarm von AV kann die Kraken3 vollständig autonom oder unter menschlicher Aufsicht betrieben werden.
Das Schiff kann mit Starlink ausgerüstet werden und soll in Umgebungen ohne guten GPS-Empfang auch mithilfe von Sternnavigation, Sonnennavigation und anderen Methoden navigieren können.
Laut The War Zone kann die Kraken3 mit einer Nutzlast von 600 Kilogramm 1.200 km zurücklegen bei einer Reisegeschwindigkeit von 65 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Für Angriffe nutzt das Schiff das automatische Zielerkennungssystem Blue Halo mit einer umfangreichen Datenbank von Kriegsschiffen.
Kraken hat zwar nicht vor, die Kraken3 mit Boden-Luft-Raketen auszustatten, wie es die Ukraine kürzlich erfolgreich tat, doch das Unternehmen räumte ein, dass eine solche Konfiguration zum Profil dieses Bootstyps passen würde.



