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Kraken-Gründer durchsucht: FBI ermittelt gegen Jesse Powell

Angeblich soll Jesse Powell eine von ihm selbst gegründete Kunst-Organisation gehackt und deren Kommunikation blockiert haben.
/ Marc Stöckel
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Das FBI hat das Haus des Kraken-Gründers Jesse Powell durchsucht. (Bild: Scott Olson/Getty Images)
Das FBI hat das Haus des Kraken-Gründers Jesse Powell durchsucht. Bild: Scott Olson/Getty Images

Im vergangenen März durchsuchte das FBI das Haus des 42-jährigen Jesse Powell, dem Gründer der Krypto-Börse Kraken. Wie die New York Times(öffnet im neuen Fenster) von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren haben will, war die Durchsuchung ein Teil strafrechtlicher Ermittlungen gegen den Kryptowährungsexperten. Eingeleitet wurden diese angeblich schon im Herbst 2022 aufgrund der Behauptung, Powell habe eine von ihm selbst gegründete gemeinnützige Kunst-Organisation gehackt und über das Internet verfolgt. Dadurch habe er deren Mitgliedern unter anderem den Zugang zu E-Mails und anderen Nachrichten verwehrt.

Die Anschuldigungen gingen dabei von der unter dem Namen Verge Center for the Arts auftretenden Kunstgruppe selbst aus. Infolge der Hausdurchsuchung im Stadtteil Brentwood in Los Angeles beschlagnahmten die Ermittlungsbeamten zwar einige elektronische Geräte, einer Straftat wird Powell seitens der Staatsanwaltschaft bisher jedoch nicht beschuldigt.

Jesse Powell wird von seiner eigenen Kunst-Organisation verklagt

Nachdem Powell die gemeinnützige Kunstgruppe selber im Jahr 2007 gegründet hatte, wurde er im vergangenen Jahr aus dem Vorstand entfernt. Den Gerichtsakten zufolge warf die Organisation ihm vor, nicht an deren Vorstandssitzungen teilgenommen und gegen ihre Leitprinzipien verstoßen zu haben. Danach soll der Gründer die Nutzung der Website, der E-Mails und des internen Nachrichtensystems der Gruppe blockiert und in unzulässiger Weise auf vertrauliche Informationen zugegriffen haben.

Powell reichte erst im Juni eine Gegenklage gegen Verge Center for the Arts ein und behauptete darin, seine Entlassung aus dem Vorstand sei unzulässig gewesen. Darüber hinaus sei er Eigentümer der digitalen Konten der Kunstgruppe, womit er seine Handlungen offenbar zu legitimieren versucht.

Ermittlungen haben nichts mit Kraken zu tun

Wie eine Sprecherin von Kraken betonte, haben die Ermittlungen gegen Powell aber nichts mit der bekannten Krypto-Börse zu tun. Daher gebe es derzeit keinen Grund zur Annahme, dass das FBI in diesem Zuge auch potenzielle Probleme innerhalb des Unternehmens untersuche. Auch Powells Anwalt Brandon Fox bestätigte, dass es keinen Zusammenhang zwischen Powells Arbeit in der Kryptobranche und den laufenden Ermittlungen gibt. Weder das FBI noch die US-Staatsanwaltschaft wollten sich zu den Vorgängen äußern.


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