Kraftwerk Jänschwalde: Selbstgebaute Rakete trifft Stromnetz in Brandenburg
An einem Umspannwerk im Brandenburger Turnow-Preileck sind offenbar Sprengsätze gefunden worden. Die örtliche Polizei hat zudem eine bereits beschädigte Leitung festgestellt, wie die dpa Deutsche Presseagentur(öffnet im neuen Fenster) mitgeteilt hat. Mindestens eine Detonation konnte vernommen werden. Allerdings sind wohl nicht alle Sprengsätze explodiert. Laut der lokalen Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ)(öffnet im neuen Fenster) ist es zu mehreren Anschlagsversuchen auf das Umspannwerk gekommen. Auch die Lausitzer Rundschau(öffnet im neuen Fenster) berichtete.
Der Netzbetreiber 50 Hertz bestätigte den Vorfall. Demnach ist es zu einer kurzzeitigen Leistungsunterbrechung gekommen. Aktuell läuft das Stromnetz wieder. In der Nähe des Fundorts befindet sich das Kraftwerk Jänschwalde. Es wird mit Braunkohle betrieben und versorgt unter anderem Brandenburg mit Strom. Es gilt als das viertgrößte Kraftwerk Deutschlands, ein Kraftwerksblock mit 500 Megawatt Leistung sei kurzzeitig ausgefallen.
Selbstgebaute Rakete mit Pyrotechnik
"50 Hertz arbeitet eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen, um die Situation aufzuklären", sagte eine Unternehmenssprecherin. Der MAZ liege auch ein Bild vor, das eine Rakete zeigt: eine 40 Zentimeter lange Modellbaurakete, also ein selbstgebautes Fluggerät. Als militärische Waffe aus einer professionellen Produktion kann das Gerät somit nicht bezeichnet werden. Die Polizei geht davon aus, dass hier unter anderem Pyrotechnik eingesetzt wurde.
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