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Krafton: Pubg-Macher übernehmen Tango Gameworks von Microsoft

Zwei Monate nach der Abschieds-Pizza kommt es zur überraschenden Wende beim Entwicklerstudio Tango Gameworks : Es wird nicht geschlossen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Hi-Fi Rush (Bild: Tango Gameworks)
Artwork von Hi-Fi Rush Bild: Tango Gameworks

Am 14. Juni veröffentlichte das bislang zu Microsoft gehörende Entwicklerstudio Tango Gameworks auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) eine Reihe von Fotos von der internen Abschiedsfeier mit Pizza für die Beschäftigten veröffentlicht. Microsoft hatte im Mai 2024 bekanntgegeben, das Studio zu schließen.

Nun stellt sich heraus, dass die Pizzaparty etwas voreilig war: Das Studio wird vom südkoreanischen Publisher Krafton übernommen, der vor allem für Pubg und The Callisto Protocol bekannt ist.

Neben Tango Gameworks wechseln die Rechte am letzten Spiel von Tango Gameworks den Besitzer: Auch Hi-Fi Rush gehört künftig Krafton. Die Rechte an den beiden früheren Spielen The Evil Within und Ghostwire Tokyo bleiben bei Microsoft.

In der offiziellen, per Mail vorliegenden Pressemitteilung ist die Rede davon, dass "die Mitarbeiter von Tango Gameworks willkommen geheißen" werden. Dagegen tauchen Wörter wie "Kauf" nicht auf, und auch sonst findet sich kein Hinweis auf eine finanzielle Transaktion. Es könnte also sein, dass Tango Gameworks ohne Zahlung den Besitzer wechselt.

Das Studio wurde 2010 vom ehemaligen Capcom-Entwickler Shinji Mikami gegründet und kurz darauf von Bethesda (bzw. deren Mutter Zenimax) übernommen. Über den Kauf von Zenimax landete es 2021 bei Microsoft.

Hat Microsoft genug für Hi-Fi Rush getan?

Die ursprünglich vorgesehene Schließung hatte in der Community für Diskussionen gesorgt. Grund war, dass nicht so klar war, warum das Studio geschlossen werden sollte. Manager von Microsoft hatten in der Öffentlichkeit gesagt, dass das letzte Spiel – Hi-Fi Rush – die Erwartungen erfüllt habe.

Der Titel wurde von der Presse sehr gelobt ( Angespielt auf Golem.de ). Er erschien aber ohne Werbung vorab von einem Tag auf den anderen in Stores sowie im Spieleabo PC/Xbox Game Pass. Unterschwellig gab es allerdings immer den Verdacht, dass Microsoft aufgrund eigener Marketingfehler damit Geld verlor, und Tango Gameworks darunter leiden musste.


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