Kraftfahrt-Bundesamt: Auto-Zulassungszahlen 2021 auf dem Niveau der 70er Jahre
Insgesamt war es kein guter Automonat und kein gutes Autojahr: 26,9 Prozent weniger Pkw als im Dezember 2020 wurden im Dezember 2021 zugelassen, heißt es beim Kraftfahrt-Bundesamt(öffnet im neuen Fenster) . In der Jahresbilanz stehen somit insgesamt 2,62 Millionen Neuwagen, das sind 10,1 Prozent weniger als im ebenfalls schlechten Jahr 2020. Etwas niedriger war das Pkw-Zulassungsniveau von 1976. Damals wurden in der Bundesrepublik 2.312.067 Millionen Autos neu zugelassen(öffnet im neuen Fenster) .
Der Anteil von Elektroautos 2021 wuchs zwar stark, dennoch sind die absoluten Zahlen verglichen mit der Gesamtzahl der Fahrzeuge, die 2021 neu zugelassen wurden, gering. Im Dezember waren es 48.436 neue Elektroautos, im Jahr 2021 insgesamt 355.961 Stück. Der Anteil benzinbetriebener Pkw (972.588/-28,6 Prozent) lag mit 37,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau (46,7 Prozent); der Anteil dieselbetriebener Pkw (524.446/-36,0 Prozent) wies in der Jahresbilanz 20 Prozent (Vorjahr: 28,1 Prozent) aus.
Gut drei Viertel aller Neuzulassungen entfielen auf die Segmente SUVs (25,4 Prozent), Kompaktklasse (17,5 Prozent), Kleinwagen (14,3 Prozent), Geländewagen (10,7 Prozent) und Mittelklasse (10,3 Prozent). Die deutlichsten Zuwächse verzeichneten die Minis (+16,5 Prozent), die Oberklasse (+8,4 Prozent Prozent), die SUVs (+7,5 Prozent) sowie die Wohnmobile (+4,4 Prozent).
Die wichtigsten alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2021 mit positiven Vorzeichen ab. 754.588 hybridangetriebene Fahrzeuge (+43 Prozent) erreichten einen Anteil von 28,8 Prozent, darunter bildeten 325.449 Plug-in-Hybride (+62,3 Prozent) einen Anteil von 12,4 Prozent. 355.961 Elektro-Pkw wiesen mit einem Anteil von 13,6 Prozent eine Steigerung von 83,3 Prozent auf.
Besonders hart traf es Ford mit -35 Prozent Rückgang, gefolgt von Mercedes mit -25,7 Prozent. VW war trotz eines Rückgangs (-6,8 Prozent) mit einem Anteil von 18,7 Prozent weiterhin Marktführer.
Es gab aber auch Gewinner bei den deutschen Marken: Smart (+49,7 Prozent Neuzulassungen) und Opel (+10,7 Prozent). Porsche konnte sich um 9,9 Prozent verbessern.
Ein gemischtes Bild gibt es bei ausländischen Marken. Polestar mit +153,2 Prozent und Tesla mit +137,9 Prozent in der Jahresbilanz machten ein deutliches Plus. Suzuki erzielte mit +22,1 Prozent einen zweistelligen Zuwachs. Kia (+2,4 Prozent) und Hyundai (+1,5 Prozent) erreichten in der Neuzulassungsbilanz Zuwächse im einstelligen Bereich. Auch Skoda (5,7 Prozent), während es für Jaguar mit -39 Prozent und Honda mit -32,4 Prozent sehr schlecht aussah.
Die CO2-Emission der Pkw ging 2021 weiter um -15,1 Prozent zurück, im Durchschnitt auf 118,7 g/km (Vorjahr 139,8 g/km). Die Zahlen zum Pkw-Bestand und dessen Zusammensetzung hat das KBA noch nicht veröffentlicht.
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