Kostensenkungen: Tesla schafft Serviceintervalle ab

Teslas sollen künftig nur noch bedarfsgerecht in die Werkstatt, ohne dass die Garantiebedingungen verletzt werden. Der Elektroautohersteller wertete laut einem Bericht von CNet(öffnet im neuen Fenster) Daten aus früheren Jahren aus und stellte fest, dass die Fahrzeuge weniger stark verschleißen als zunächst angenommen. Daher gehe Tesla von seinem jährlichen Service zu einem Programm über, bei dem Autos nur zur Wartung müssten, wenn ein Teileaustausch nötig sei. Die Bremsflüssigkeit wird jedoch weiterhin alle zwei Jahre auf Wasserverschmutzung überprüft.
Elektroautos verschleißen weniger als Verbrenner. Die Fahrzeuge kommen mit weniger Teilen aus, und die Bremse wird in der Regel seltener benötigt, weil die Rekuperation ebenfalls zur Verzögerung genutzt werden kann. Teslas verfügen zudem über eine Internetverbindung und Ferndiagnosefunktionen.
Tesla will zwar keine vorausbezahlten Wartungspläne mehr anbieten, erfüllt aber alle vorher eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen. Vertreter des Unternehmens wiesen laut CNet darauf hin, dass der Wechsel in der Servicemethodik nichts mit der Garantie zu tun habe. Durch die Änderung der Servicemethodik dürften die Tesla-Servicecenter, die teilweise überfordert wirkten, entlastet werden.

Zudem kommt das Kundenempfehlungsprogramm(öffnet im neuen Fenster) in veränderter Form zurück. Anfang des Jahres wurden sämtliche Incentives gestrichen, dafür ließ sich Tesla nun Neues einfallen. Die Belohnungen sind etwas extravaganter: Monatlich werden ein Model Y und alle drei Monate ein Roadster 2.0 verlost. Firmengründer Elon Musk und Chefdesigner Franz von Holzhausen werden alle Autos signieren. Für eine Empfehlung gibt es ein Los für die monatliche und die quartalsmäßige Verlosung. Jeder Werber und Geworbene erhält am Supercharger zudem kostenlosen Strom für 1.600 km. Alle Verkäufe von Neufahrzeugen mit Ausnahme des Model Y sind teilnahmeberechtigt.