Kostensenkungen: Tesla entlässt rund ein Drittel seiner Personalbeschaffer
Tesla hat etwa ein Drittel seines globalen Personalbeschaffer-Teams freigestellt, um die Kosten zu senken, heißt es in einem Bericht von Electrek(öffnet im neuen Fenster), der sich auf Aussagen von Insidern stützt. Betroffen sind etwa 150 Personen. Zuvor hatte Electrek noch berichtet, dass es annähernd die Hälfte des Teams betrifft.
In den vergangenen Wochen hat Tesla einige umstrittene Maßnahmen zur Kosteneinsparung eingeleitet, wie zum Beispiel die Schließung von Filialen und die drastische Reduzierung der Mitarbeitervergütung im Vertrieb. Kurze Zeit später wurden die Niederlassungsschließungen gestoppt und die Preise für das Model S und das Model X leicht angehoben. Das Basismodell des Model 3 gibt es in den USA nach wie vor für 35.000 US-Dollar vor Steuern.
Von dem Plan, Verkäufe nur noch online statt in Teslas eigenen Niederlassungen zu ermöglichen, rückt das Unternehmen nicht ab. In einer internen E-Mail, die Electrek vorliegt, erläuterte Tesla-CEO Elon Musk die Gründe für den Einstieg in den reinen Onlineverkauf: "Im vergangenen Jahr wurden 78 Prozent aller Model-3-Bestellungen online und nicht in einem Geschäft getätigt, und 82 Prozent der Kunden kauften ihr Model 3, ohne jemals eine Probefahrt zu machen."
Probefahrten werden dadurch schwieriger. Tesla kommt Käufern zumindest in den USA entgegen und nimmt Neuwagen innerhalb einer Woche und bei bis zu 1.600 km Laufleistung gegen volle Kostenerstattung zurück. Wie die Regelung für Europa aussieht, ist noch nicht bekannt.
Ebenfalls zur Verunsicherung trägt eine Maßnahme Teslas bei, die die Nutzung autonomer Funktionen betrifft. Auf seiner Website hat das Unternehmen kürzlich seine Aussagen stark verändert. Zwar verkauft Tesla noch immer "volles Potenzial für autonomes Fahren". Doch inzwischen klingen die Formulierungen nicht mehr so, als seien die Funktionen praktisch schon verfügbar. Der Titel der entsprechenden Website lautet nun "Fahren in der Zukunft" und nicht mehr "Hardware für autonomes Fahren in allen Fahrzeugen".

Nach Einschätzung des US-Magazins Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) ist die Umgestaltung der Website "die klarste Bestätigung dafür, dass das Unternehmen die ehrgeizige Vision von Elon Musk für eine selbstfahrende Zukunft nicht erfüllt hat". Trotz Musks jahrelangem Getöse sei "der Autopilot immer noch ein Fahrerassistenzsystem."
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