Kostensenkung: Yahoo will angeblich jeden sechsten Mitarbeiter entlassen

Die Entlassungswelle bei Yahoo soll weitergehen. Firmenchefin Marissa Mayer will damit offenbar den Druck der Investoren reduzieren und das Unternehmen profitabler machen.

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Yahoo-Konzernsitz
Yahoo-Konzernsitz (Bild: Denis Balibouse/Reuters)

Der angeschlagene Internetkonzern Yahoo will die Zahl seiner Mitarbeiter offenbar weiter reduzieren. Vorstandschefin Marissa Mayer wolle nach Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag ankündigen, dass 15 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen und mehrere Geschäftsbereiche geschlossen würden, berichtete das Wall Street Journal am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2012 hat Mayer bereits die Mitarbeiterzahl von 14.000 auf 10.700 reduziert. Dem Bericht zufolge müssten weitere 1.600 Mitarbeiter gehen. Das Unternehmen wollte dazu keine Stellung nehmen.

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Mayer hatte Anfang Dezember 2015 angekündigt, bei der Vorstellung der kommenden Quartalsergebnisse einen detaillierten Reorganisationsplan vorzulegen. Unklar ist noch, welche Geschäftsbereiche geschlossen werden sollen. Anfang dieses Jahres hat das Unternehmen bereits seine Streamingplattform Screen abgeschaltet.

Neue Suchmaschine für Smartphones

Während die Ausgaben in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres um 20 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar gestiegen seien, habe Yahoo bei den Umsätzen einen Rückgang von 4 Prozent auf 3,09 Milliarden Dollar hinnehmen müssen, schreibt das Blatt. Kostspielig seien dabei die Kooperationen mit Mozilla und Oracle gewesen, um mehr Traffic auf Yahoos Suchmaschine zu lenken. Nun werde erwartet, dass Mayer einen Schwerpunkt auf das Projekt Focus legen werde, eine Suchmaschine speziell für Smartphones. Im Januar habe Yahoo fast 200 Stellenangebote auf seiner Website veröffentlicht, vor allem für Informatiker.

Insgesamt wolle Mayer demnach versuchen, das Unternehmen schlanker und profitabler zu machen, um den Unmut der Investoren zu besänftigen. Mitte Dezember 2015 gab es unbestätigte Medienberichte, denen zufolge der Verwaltungsrat von Yahoo plane, das Unternehmen zu verkaufen und 75 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen. Zudem gibt es Überlegungen, das Unternehmen aufzuspalten und Teile des Kerngeschäfts zu verkaufen. So sollen AOL-Eigner Verizon Communications und Barry Dillers IAC/Interactive ein Angebot prüfen. Dabei gehe es darum, Yahoos Bereiche für Onlinewerbung und Medien mit denen von AOL zu verbinden.

Größter Firmenwert steckt in Alibaba

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Yahoo Mail und Yahoo News sind laut Comscore zusammen die drittgrößten Websites in den USA mit 210 Millionen Besuchern im Oktober 2015. Yahoo besitzt auch Medienwebsites, die Fotoplattform Flickr und das im Mai 2013 für 1,1 Milliarden US-Dollar übernommene Blogging-Tool Tumblr.

Der größte Teil des Börsenwertes von Yahoo in Höhe von 31 Milliarden US-Dollar besteht aus Beteiligungen in Asien, an Alibaba und Yahoo Japan. Die 15 Prozent an dem chinesischen Internetkonzern Alibaba haben einen Wert von rund 32 Milliarden US-Dollar, Yahoo Japan ist 5,9 Milliarden US-Dollar wert.

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