Kostensenkung: Netflix streicht Ausgaben in Höhe von 300 Millionen US-Dollar
Netflix will sparen und kürzt seine Ausgaben um 300 Millionen US-Dollar, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) unter Berufung auf interne Quellen. Einen Einstellungsstopp oder weitere Entlassungen solle es jedoch nicht geben.
Vor etwa einem Jahr meldete Netflix den ersten Abonnentenverlust seit einem Jahrzehnt, ein Schlag, der den Aktienkurs des Unternehmens abstürzen ließ und eine Änderung der Strategie einleitete. Dazu gehörte auch die Einführung einer werbefinanzierten Variante. Trotz der Turbulenzen ist der Aktienkurs von Netflix in diesem Jahr um 17 Prozent gestiegen.
Zudem hat Netflix seinen Plan, strenge Maßnahmen gegen die gemeinsame Nutzung von Passwörtern durchzusetzen, der ursprünglich für das erste Quartal geplant war, auf das zweite Quartal verschoben. Bislang ist der Plan beispielsweise in Deutschland nicht in Kraft gesetzt worden. Geplant ist eine Zusatzgebühr, wenn ein Netflix-Konto über Haushaltsgrenzen hinweg geteilt wird.
In Spanien, wo dieses Verfahren schon eingeführt wurde, verlor Netflix nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Kantar eine Million Zuschauer. Spanien gehörte im Februar 2023 zu den ersten Ländern Europas, in denen das Unternehmen eine Zusatzgebühr einführte. Von dieser eine Million Zuschauer sollen zwei Drittel die Zugangsdaten einer anderen Person benutzt haben.
Die Kürzung der Ausgaben um 300 Millionen Dollar ist Teil von Netflix' Bemühungen, die Effizienz zu steigern und die Gewinne zu erhöhen. Das Streaming-Unternehmen plant, dies durch Kosteneinsparungen in verschiedenen Bereichen wie Marketing und Personal zu erreichen, ohne jedoch weitere Entlassungen vorzunehmen.
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