Kostenloses Musikstreaming: Spotify bringt Premium-Funktion gratis für alle Free-Kunden
Spotify erweitert den Funktionsumfang seines kostenlosen Musikstreamingdienstes Free. Neuerdings lassen sich mit Spotify Free verwaltete Konten anlegen, die für Kinder und Jugendliche gedacht sind. Wenn Spotify-Kunden bisher verwaltete Konten nutzen wollten, mussten sie für ein Spotify-Premium-Abo zahlen.
Durch verwaltete Konten behalten Eltern die Kontrolle darüber, was der Nachwuchs bei Spotify hört. Außerdem erhalten Minderjährige ein eigenes Konto mit eigenen Wiedergabelisten, eigenen Empfehlungen sowie am Jahresende einen eigenen personalisierten Jahresrückblick Wrapped. Hier wird zusammengefasst, was mit dem Konto im Laufe des Jahres gehört wurde.
Falls Kinder bisher das Spotify-Konto der Eltern nutzten, bringt das auch spürbare Verbesserungen: Im Eltern-Konto tauchen nicht mehr die Inhalte auf, die vom Nachwuchs angehört wurden. Damit werden die persönlichen Hörstatistiken sowie der Jahresrückblick nicht mehr dadurch beeinflusst.
Diese Nachteile haben verwalteten Konten
Wie auch bei Spotify Premium haben die verwalteten Konten aber einen entscheidenden Nachteil: Diese können ausschließlich zum Musikhören verwendet werden. Hörbücher, Hörspiele und Podcasts fehlen in verwalteten Konten generell. Wir haben bei Spotify nach einem Grund gefragt, darauf aber keine Antwort erhalten.
Es gibt derzeit keine Informationen dazu, ob verwaltete Konten später auch zur Wiedergabe von Hörbüchern, Hörspielen oder Podcasts verwendet werden können.
Verwaltete Konten lassen sich derzeit auch nicht mit smarten Lautsprechern verwenden, erklärte Spotify auf Nachfrage. Kinder müssten in so einem Fall weiterhin das Elternkonto verwenden, weil nur dieses in Alexa oder Google Assistant eingebunden werden kann.
Gewollte Einschränkungen für verwaltete Konten
Die verwalteten Konten sind für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gedacht. Für diese Konten können Eltern Inhalte herausfiltern, die von Rechteinhabern als "unangemessen" eingestuft wurden. Zudem soll sich die Wiedergabe bestimmter Künstler und Songs steuern lassen.
Videos und Canvas sind bei verwalteten Konten standardmäßig deaktiviert. Zudem sind diese Konten automatisch auf privat gestellt und können nicht über die Suche gefunden werden. Funktionen wie Nachrichten stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Verwaltete Konten können später in ein vollwertiges Spotify-Konto umgewandelt werden.
Die verwalteten Konten sollen ab sofort Spotify-Free-Kunden unter anderem in Deutschland zur Verfügung stehen. In der Spotify-App lassen sie sich hinzufügen, indem auf das Profilbild in der Spotify-App getippt und ein Konto für Kinder unter 16 Jahren ausgewählt wird. Sobald ein verwaltetes Konto angelegt wird, muss auch eine PIN für das Elternkonto angelegt werden, damit darauf kein unberechtigter Zugriff möglich ist.
Der Golem-Blick
Da sich verwaltete Konten nicht mit smarten Lautsprechern nutzen lassen und generell keine Hörspiele, Hörbücher und Podcasts damit nutzbar sind, dürfte diese Funktion für einige Eltern keine Verbesserung bringen. Es ist eine sonderbare Entscheidung von Spotify, ausgerechnet Hörspiele und Podcasts auszuschließen, die bei der Zielgruppe besonders beliebt sind.
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