Abo
  • Services:
Anzeige
Auch die Süddeutsche Zeitung verliert ihre Klage gegen die Eyeo GmbH.
Auch die Süddeutsche Zeitung verliert ihre Klage gegen die Eyeo GmbH. (Bild: Sueddeutsche.de/Screenshot: Golem.de)

Kostenlose Umgehung möglich: Süddeutsche Zeitung sperrt Adblock-Nutzer aus

Auch die Süddeutsche Zeitung verliert ihre Klage gegen die Eyeo GmbH.
Auch die Süddeutsche Zeitung verliert ihre Klage gegen die Eyeo GmbH. (Bild: Sueddeutsche.de/Screenshot: Golem.de)

Ein weiterer großer Zeitungsverlag führt eine Adblocker-Sperre ein. Allerdings lässt Sueddeutsche.de den Lesern eine Möglichkeit, trotz Werbeblocker die Artikel kostenlos zu lesen.

Die Süddeutsche Zeitung hat auf ihren Internetseiten eine Sperre für die Nutzer von Werbeblockern eingerichtet. "Vielen Dank, dass Sie SZ.de besuchen! ... aber bitte deaktivieren Sie Ihren Adblocker für unsere Seite, um weiterlesen zu können", heißt es bei Aufruf der Website mit eingeschaltetem Adblocker. Allerdings lässt die Zeitung den Lesern eine Möglichkeit offen, die Artikel trotz blockierter Anzeigen kostenlos zu lesen. Dazu müssen sie ein Nutzerkonto für die Süddeutsche Zeitung anlegen. Abonnenten des kostenpflichtigen Angebotes SZPlus können ebenfalls die Inhalte werbefrei nutzen.

Anzeige

Die Süddeutsche Zeitung folgt damit dem Beispiel anderer großer Verlagshäuser in Deutschland. Neben dem Axel-Springer-Verlag, der auf Bild.de die Nutzer von Adblockern aussperrt, fordert Gruner + Jahr auf Seiten wie Geo.de die Leser zum Ausschalten der Werbeblocker auf. Bei Geo.de ist zumindest die Startseite noch mit Adblocker zu sehen, während die Artikel blockiert werden.

Sperre wird bereits umgangen

Die Verlage ziehen damit auch die Konsequenzen aus jahrelangen juristischen Niederlagen im Streit gegen den Adblock-Plus-Anbieter Eyeo aus Köln. So hatte die Süddeutsche Zeitung im März 2016 ihre Klage vor dem Landgericht München verloren. Im Prozess hatte der Verlag angegeben, durch Adblocker einen Umsatz im "mittleren sechsstelligen Euro-Bereich pro Jahr" einzubüßen.

Bereits im Januar hatte der Verlag auf Anfrage von Golem.de erklärt, die Werbeblockersperre von Bild.de und Geo.de "sehr gut und spannend" zu finden. Damals stand aber noch nicht fest, wie Sueddeutsche.de ein ähnliches Modell umsetzen wollte. Das Portal lieferte zu diesem Zeitpunkt mit einer Adblock-Defence-Software statische Eigenwerbung an Adblocker-Nutzer erfolgreich aus. Das Interesse von Werbekunden für diese Reichweite halte sich aber noch in Grenzen, hieß es damals.

Wie kaum anders zu erwarten war, finden sich auf den Foren für die Easy List Germany bereits erste Filterregeln, um die Adblocker-Sperre zu umgehen. Unklar ist, ob sich die Süddeutsche Zeitung ebenso wie Facebook ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Adblocker-Community liefern und den Code wieder ändern wird.

Nachtrag vom 25. Oktober 2016, 14:38 Uhr

Nach Angaben von Geschäftsführer Johannes Vogel will der Verlag zunächst feststellen, wie die Nutzer mit der Adblocker-Blockade umgehen und beispielsweise die Werbung freischalten oder die Sperre umgehen. Die kostenlose Registrierung bedeute für normale Nutzer eine relativ hohe Hürde, um weiter den Adblocker nutzen zu können, sagte Vogel auf Anfrage von Golem.de. Die ausschließliche Bitte, den Adblocker auf Sueddeutsche.de zu deaktivieren, habe keine ausreichenden Reaktionen gezeigt, um darüber weitere Ableitungen zu treffen.

Bislang steht noch nicht fest, ob und wie auf die Filterregeln zur Umgehung der Blockade reagiert wird. "Wir werden dies genau beobachten und dann entsprechende Maßnahmen einleiten, sofern uns diese wirkungsvoll erscheinen", sagte Vogel. Auf den Prozess mit Eyeo hat die Blockade offenbar keine Auswirkungen. "Der Rechtsstreit läuft und wird aller Voraussicht nach in die nächste Instanz gehen", sagte der Geschäftsführer.


eye home zur Startseite
ikhaya 27. Okt 2016

Natürlich justiert man nach, aber die Menge an Leuten die es als sportliche Aufgabe sieht...

lestard 26. Okt 2016

Klar, das meinte ich mit "journalistische Relevanz".

M. 26. Okt 2016

Die ganzen Anti-Adblock-Scripte erinnern mich irgendwie an die frühen 2000er, wo gefühlt...

michael_ 26. Okt 2016

Weiteres Beispiel: https://www.facebook.com/diewelthinterderleinwand/videos/1103965429700411/



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg
  3. Dataport, Hamburg, Altenholz bei Kiel
  4. Schweickert Netzwerktechnik GmbH, Walldorf


Anzeige
Top-Angebote
  1. 39,99€ inkl. Abzug (Preis wird im Warenkorb angezeigt)

Folgen Sie uns
       


  1. Vor Bundestagswahl

    Facebook löscht Zehntausende Spammer-Konten

  2. Bilderkennung von Google

    Erste Hinweise auf Lens in der Google-App

  3. Open Source

    Node.js-Führung zerstreitet sich über Code-of-Conduct

  4. Enigma ICO

    Kryptowährungshacker erbeuten halbe Million US-Dollar

  5. SNES Classic Mini

    Mario, Link und Samus machen den Moonwalk

  6. Bixby

    Samsungs Sprachassistent kommt auf Englisch nach Deutschland

  7. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL-Lizenzwechsel führt zu Code-Entfernungen

  8. Knights Mill

    Intels Xeon Phi hat 72 Kerne und etwas Netburst

  9. Redstone 3

    Microsoft entfernt Refs-Formatierung von Windows 10 Pro

  10. Unsichere Passwörter

    Angriffe auf Microsoft-Konten um 300 Prozent gestiegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

C64-Umbau mit dem Raspberry Pi: Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende
C64-Umbau mit dem Raspberry Pi
Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Smarte Lampen Ikeas Trådfri wird kompatibel mit Echo, Home und Homekit
  2. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  3. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten

  1. Re: Wie wird "reimplementiert"?

    schumischumi | 17:00

  2. Re: Das liest sich aber im Netz ganz anders: Es...

    devarni | 16:58

  3. Re: Ich habe dutzende solcher gefälschten Konten...

    non_existent | 16:57

  4. Re: Nicht so bescheuert wie es auf den Ersten...

    Kondratieff | 16:56

  5. Re: Physikalisch machbar.

    honna1612 | 16:54


  1. 16:30

  2. 16:01

  3. 15:54

  4. 14:54

  5. 14:42

  6. 14:32

  7. 13:00

  8. 13:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel