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Kostenanteil verdoppelt: HP will mit neuen Lieferanten die Speicherkrise abschwächen

Der Anteil an den Materialkosten von Speicher für PCs ist bei HP auf 35 Prozent gestiegen. Der Konzern reagiert mit Gegenmaßnahmen.
/ Mike Faust
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Die Verbreitung von Windows 11 hat zu steigenden PC-Verkäufen bei HP beigetragen. (Bild: Reuters)
Die Verbreitung von Windows 11 hat zu steigenden PC-Verkäufen bei HP beigetragen. Bild: Reuters

Der Anteil an den Materialkosten für Speicher in der PC-Produktion ist bei HP im ersten Quartal 2026 auf 35 Prozent angestiegen. Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) , lag der Anteil der Speicherkosten in der PC-Produktion bei HP im vierten Quartal 2025 noch bei 15 bis 18 Prozent.

Weiter heißt es, dass Interims-CEO Bruce Broussard während einer Telefonkonferenz mit Investoren erklärt habe, dass langfristige Lieferverträge für das laufende Jahr abgeschlossen worden seien. HP hat laut Broussard "neue Lieferanten qualifiziert, strategische Lagerbestände für wichtige Plattformen aufgebaut und die Qualifizierungszeit für neue Materialien halbiert, um Produktkonfigurationsänderungen zu beschleunigen" .

Das deutet laut The Register darauf hin, dass HP zügig neue Lieferanten gewinnt und seine Produkte optimiert, um das Angebot an die Nachfrage und die Kundenbedürfnisse anzupassen. Auch werden Maßnahmen ergriffen, um die Preissteigerungen auszugleichen. Broussard sagte dazu, man habe "die kostengünstigere Beschaffung im gesamten Rohstoffsortiment ausgeweitet und die Logistikkosten durch agile End-to-End-Planungsprozesse gesenkt" .

Keine negativen Auswirkungen durch US-Zollurteil erwartet

Broussard ging auch auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zu US-Präsident Trumps Zöllen ein. Er sagte, dass er keine negativen Auswirkungen durch möglicherweise darauf folgende Entwicklungen erwarte, zum Beispiel durch die Einführung neuer Zölle von erst 10, dann 15 Prozent . Es bleibt aber abzuwarten, ob Importeure, die Zölle gezahlt haben, diese von der US-Regierung zurückfordern können und anschließend mit Rückerstattungsforderungen von Verbrauchern konfrontiert werden.

HP meldete im Bereich Personal Systems einen Umsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar, was eine Steigerung von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Privatkunden kauften dabei 14 Prozent mehr PCs, bei Geschäftskunden stieg der Anteil der verkauften Geräte um 11 Prozent.

Laut Ketan Patel, Präsident des Geschäftsbereichs Personal Systems, hat die Verbreitung von Windows 11 zum Anstieg der PC-Verkäufe beigetragen. Auch KI-PCs würden stärker nachgefragt und machten mittlerweile 35 Prozent der neu verkauften Geräte aus, so Patel.

Um 4,2 Prozent gesunken sei hingegen der Umsatz bei Druckerprodukten, heißt es weiter. Das Druckergeschäft erziele mit 18,3 Prozent aber immer noch eine deutlich höhere Marge als der Geschäftsbereich Personal Systems. Hier liege die Marge nur bei 5 Prozent.


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