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Kosten steigen: 1&1 braucht mehr National Roaming von Vodafone

1&1 braucht wohl wegen seines gering ausgebauten eigenem Mobilfunknetzes mehr Roaming von Vodafone . Doch es könnte auch einen anderen Grund für die Kostensteigerung geben.
/ Achim Sawall
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1&1 Mobilfunk spart beim Antennenausbau. (Bild: 1&1 Mobilfunk)
1&1 Mobilfunk spart beim Antennenausbau. Bild: 1&1 Mobilfunk

1&1 muss das National Roaming mit Vodafone stärker nutzen als erwartet, was die Ergebnisse belastet. Wie der Mobilfunkbetreiber am 27. Juni 2025 in einer Ad-hoc Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) offenlegte, sinken die EBITDA-Erwartungen von 571 Millionen Euro auf 545 Millionen Euro. Dem Vertrag mit Vodafone liege ein "Kapazitätsmodell zugrunde, bei dem 1&1 den von seinen Kunden in Deutschland jeweils prozentual genutzten Anteil des Vodafone-Netzes zu einem Festpreis je Prozentpunkt vergütet" .

Ursache könnte laut der Börsenmitteilung auch sein, dass das monatliche Datenwachstum der Vodafone-Nutzer geringer ausfiel, und daher der Anteil der 1&1-Kunden höher war.

1&1 Mobilfunk betreibt das erste Netz in Europa, das komplett auf Open RAN basieren soll, liegt aber bei der kostenintensiven Errichtung von Antennenstandorten um Jahre hinter den Vorgaben der Bundesnetzagentur und benötigt für die Versorgung seiner Kunden National Roaming von Vodafone und zuvor Telefónica.

1&1 erreichte Ende März 2025 erstmals über 1.000 eigene aktive Funkmasten. Zum Vergleich: Marktführer Deutsche Telekom betreibt derzeit 36.000 Mobilfunkmasten und Dachstandorte.

1&1 legt bald Quartalsergebnisse vor

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) des 1&1-Mobilfunknetzes liege aber unverändert bei minus 265 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Darin enthalten seien rund 100 Millionen Euro für die Kundenmigration und Netzvorleistungen.

Die Chefin der Vodafone Group, Margherita Della Valle, sagte am 24. Juni 2025: "Und was 1&1 betrifft, so liegt unser Fokus – zwei Jahre nach Abschluss der Wholesale-Vereinbarung – nun darauf, die Transformation abzuschließen und sicherzustellen, dass 1&1 nun von unserem bundesweiten Netz profitieren kann. Darauf konzentrieren wir uns."

1&1 legt seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2025 voraussichtlich am 7. August 2025 vor.


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