Korruption: De-Facto-Chef von Samsung zu 5 Jahren Haft verurteilt
Der Erbe des südkoreanischen Samsung-Imperiums, Lee Jae-yong, ist wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Seoul habe den 49-jährigen Vize-Vorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics der Bestechung, der Untreue und anderer Delikte für schuldig befunden, berichtete am Freitag die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.
Verhaftung vor dem MWC 2017
Lee war kurz vor dem MWC 2017 im Februar 2017 verhaftet worden, nachdem es zuvor bereits Versuche gegeben hatte, einen Haftbefehl gegen ihn zu erwirken. Die Ermittlungen gegen den Manager standen im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um eine enge Freundin der früheren Präsidentin Park Geun-hye.
Samsung soll hohe Summen an Unternehmen und Stiftungen der umstrittenen Park-Freundin Choi Soon-sil gezahlt und im Gegenzug politische Unterstützung für die Fusion zweier Konzerntöchter vor zwei Jahren erhalten haben. Den Ermittlern zufolge geht es um 43 Milliarden Won (35,2 Millionen Euro), die nach Freigabe durch Lee von Samsung an Chois Organisationen geflossen sein sollen.
Samsung scheint in Präsidentinnenaffäre verstrickt zu sein
Die Staatsanwaltschaft wirft der Präsidentin Mittäterschaft vor, dies wird von ihr bestritten. Aktuell läuft das Verfahren gegen Park, der Richterspruch gegen Lee könnte durchaus Einfluss darauf haben.
Park wird zusätzlich verdächtigt, direkt oder indirekt auf den staatlichen Pensionsfonds eingewirkt zu haben, damit dieser die Übernahme des Bauunternehmens Samsung C&T durch Cheil Industries im Jahr 2015 bewilligt. Kritiker sahen in der Fusion eine Stärkung der Gründerfamilie. Lee ist der Sohn des schwer erkrankten früheren Konzernchefs Lee Kun-hee.
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