Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Kopierschutz für Spiele: "Denuvo ist vollständig nutzlos"

Laut Cracking-Gruppen wurde mittlerweile jedes mit Denuvo geschützte Spiel geöffnet. Das Unternehmen dahinter plant bereits Gegenmaßnahmen.
/ Oliver Nickel
49 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Denuvo kann mittlerweile fast so leicht geknackt werden wie ein Schloss in Fallout 4. (Bild: Bethesda/Gamerant)
Denuvo kann mittlerweile fast so leicht geknackt werden wie ein Schloss in Fallout 4. Bild: Bethesda/Gamerant

Das Kopierschutzsystem Denuvo galt seit der Einführung 2014 in EAs FIFA 15 als sehr sichere Methode gegen Softwarepiraterie. Mit der Zeit haben Crackgruppen allerdings Methoden entwickelt, um die Software trotzdem zu umgehen. Mit der Zeit wurden immer mehr Spiele gecrackt. Die bekannte Repackerin Fitgirl hat Denuvo deshalb als "vollständig nutzlos" bezeichnet. Der Grund: Offenbar wurden alle bisherigen so geschützten Spiele bereits zugänglich gemacht.

"Mit der Veröffentlichung von vier Hypervisor-Bypässen für EA Sports-Spiele ist Denuvo nun völlig nutzlos", schreibt Fitgirl in einem Blogpost (ungültiges Zertifikat)(öffnet im neuen Fenster). "Es gibt keine Spiele mehr, die man damit nicht kostenlos spielen kann." Gruppen wie Denuvowo entwickelten dafür unter anderem einen sogenannten Hypervisor Bypass(öffnet im neuen Fenster), der Denuvo aushebeln kann.

Online-Check bei Denuvo als Gegenmaßnahme

Dabei wird versucht, den Windows-Hypervisor (Hyper-V) mit einem speziellen Treiber zu umgehen. Dadurch werden Sicherheitskomponenten abgeschaltet, die das gesamte System vor diversen Angriffen schützen sollen. Der verwendete unsignierte Treiber hat auch tiefgreifende Zugriffsrechte auf die Hardware eines Systems, was zu Instabilitäten und Sicherheitsrisiken führen kann. Cracking-Gruppen arbeiten bereits an weniger invasiveren Methoden.

Der Entwickler von Denuvo, Irdeto, ist sich der Cracks und Workarounds bewusst. Der aktuelle Vorfall rief eine weitere Maßnahme(öffnet im neuen Fenster) hervor. Dabei müssen sich aktuelle Denuvo-Spiele wie etwa Crimson Desert alle zwei Wochen bei einem Denuvo-Server anmelden und ihre Echtheit ausweisen. Derweil arbeitet das Unternehmen an einem permanenteren Fix. Aktuell scheint es aber tatsächlich so zu sein, dass der Kopierschutz zumindest auf dem Papier stets umgangen werden kann.


Relevante Themen