Abo
  • IT-Karriere:

Kopfmusik: Japanischer Musiker komponiert mit dem Gehirn

Brain-Computer-Interfaces gibt es eine Menge. Gern werden sie als Assistenzsysteme, etwa bei Autofahrern, eingesetzt. Der Japaner Masaki Batoh hingegen komponiert mit Hilfe von Gehirnwellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Brain Pulse Music: meditativer Zustand
Brain Pulse Music: meditativer Zustand (Bild: Drag City/Screenshot: Golem.de)

Eine ganz neue Bedeutung des Begriffs Kopfmusik schafft der japanische Musiker Masaki Batoh: Er macht seine Musik mit dem Gehirn - im Wortsinn: Er übersetzt Gehirn- in Schallwellen.

Stellenmarkt
  1. PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt an der Saale, Amberg
  2. Software AG, Darmstadt, Saarbrücken

Brain Pulse Music, kurz BPM, heißt das neue Album des Japaners, das gerade bei der US-Plattenfirma Drag City erschienen ist. Produziert wird die Musik mit einem Instrument, das Batoh Brain Pulse Music Machine oder BPM Machine genannt hat.

Hirnwellen zu Schallwellen

Die BPM Machine besteht aus einem Gestell, das sich der Musiker auf den Kopf setzt, und einem kleinen Kästchen mit einem Wandler. An dem Gestell sitzen drei Sensoren - einer in Höhe der Stirn, die beiden anderen werden an den Ohrläppchen befestigt. Sie nehmen Delta-, Theta- und Alphawellen vom Frontallappen und Parietallappen auf. Diese werden dann von dem Wandler als Töne ausgegeben. Der Wandler hat verschiedene Regler, mit denen Frequenzen, Schwellenwert, Lautstärke und die Empfindlichkeit verändert werden können.

Batoh empfiehlt, sich in einen meditativen Zustand zu versetzen und den Geist frei zu machen, um BPM zu erzeugen. Sprechen hingegen störe dabei. "Unser geistiger Zustand spiegelt sich sekündlich in Tönen wider, die wir sofort hören", erklärt Batoh dem US-Technologiemagazin Wired. "Die Synchronizität von Gehirnwellen und Ton rührt mich."

Gedenken an Tsunami-Opfer

Trotz des Namens sind nur zwei Stücke auf der neuen Platte tatsächlich mit Hirnwellen komponiert - darunter Eye Tracking Test, das der Künstler kostenlos in Internet bereitstellt. Die übrigen Stücke sind mit traditionellen japanischen Instrumenten eingespielt und dem Gedenken der Opfer des Tsunamis vor einem Jahr gewidmet. Den Erlös will er dem japanischen Roten Kreuz spenden.

Für alle, die selbst BPM machen möchten, kommt das Instrument im kommenden Monat für 700 US-Dollar auf den Markt. Bestellungen nimmt Drag City bereits entgegen - ausgeliefert wird ab 27. März.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€
  2. (-75%) 3,75€
  3. (-68%) 9,50€
  4. 1,19€

Hauptauge 05. Mär 2012

Die Kompossition, die Zusammenstellung, findet aber im Hirn statt, nicht im Arm, nicht im...

Ry 01. Mär 2012

... did I just watch? all ur base r belong to us

Anonymer Nutzer 29. Feb 2012

nunja ... es gibt auch noise und industrial und irgendwo nur krach und leute nennen das...

__ 29. Feb 2012

und in dem Segment nicht mal so teuer, zumal eine akustische "Übersetzung" sinnvoller als...

Yeeeeeeeeha 29. Feb 2012

Macht nix, die Technologie ist einfach cool genug, um darüber hiwegzusehen. Ein Theremin...


Folgen Sie uns
       


Qualcomm Snapdragon 8cx ausprobiert

Der Snapdragon 8cx ist Qualcomms nächster Chip für Notebooks mit Windows 10 von ARM. Die ersten Performance-Messungen sehen das SoC auf dem Niveau eines aktuellen Quadcore-Ultrabook-Prozessors von Intel.

Qualcomm Snapdragon 8cx ausprobiert Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps
  2. Nahverkehr Google verbessert Öffi-Navigation in Maps
  3. Google Maps-Nutzer können öffentliche Veranstaltungen erstellen

Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
Dr. Mario World im Test
Spielspaß für Privatpatienten

Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
Von Peter Steinlechner

  1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
  3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Navi 14 Radeon RX 5600 (XT) könnte 1.536 Shader haben
  2. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  3. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt

    •  /