Kopfhörer und Hörstöpsel: Einige Airpods-Modelle erhalten neue Funktionen
Apple will im Herbst 2023 ein größeres Firmware-Update für einige Airpods-Modelle bereitstellen. Die meisten geplanten neuen Funktionen gibt es nur exklusiv für die aktuellen Airpods Pro 2. Apple will damit auf eine seit Jahren geäußerte Kritik an allen Airpods-Modellen reagieren: Zumindest einige ausgewählte Modelle werden eine Mikrofonsteuerung direkt am Gerät erhalten.
Die Airpods Pro der ersten (g+) und die Airpods Pro der zweiten Generation , die Airpods der dritten Generation sowie die Airpods Max (g+) werden dann in der Lage sein, in einem Telefonat das Mikrofon an- und abzuschalten. Bei den Bluetooth-Hörstöpseln wird das durch Drücken auf den Stiel realisiert, bei den Airpods Max erfolgt die Mikrofonsteuerung über einen Druck auf die sogenannte Digital Crown, also den drehbaren Druckknopf am Gerät.
Die meisten Neuerungen plant Apple ausschließlich für die aktuellen Airpods Pro 2, sogar der große ANC-Kopfhörer Airpods Max wird ausgeschlossen. Insgesamt sind die drei neuen Funktionen adaptives Audio, personalisierte Lautstärke und Konversationserkennung geplant. Mit der Funktion adaptives Audio sollen die Hörstöpsel anhand der Umgebungsgeräusche erkennen, ob gerade der ANC-Betrieb oder der Transparenzmodus benötigt wird.
Apple ahmt Sony nach
Eine vergleichbare Funktion zu adaptivem Audio bietet Sony bei seinen Hörstöpseln und Kopfhörern seit Jahren unter der Bezeichnung adaptive Geräuschsteuerung an. Apple geht noch einen Schritt weiter und mischt bei Bedarf den ANC- mit dem Transparenzbetrieb. Indem das Gespräch im Transparenzmodus durchgelassen und der Krach der Umgebung durch den ANC-Betrieb verringert wird, soll es möglich sein, sich mit jemandem in einer lauten Umgebung zu unterhalten.
Bei der Funktion personalisierte Lautstärke soll maschinelles Lernen verwendet werden, um Umgebungsbedingungen und Hörgewohnheiten der Besitzer der Airpods Pro 2 zu lernen und die Medienwiedergabe zu optimieren. Details dazu lieferte Apple bisher nicht.
Zudem will Apple die Airpods Pro 2 mit weiteren Komfortfunktionen ausstatten, die Sony zuerst beim WH-1000XM4 einführte und in vielen weiteren Kopfhörern und Bluetooth-Hörstöpseln (g+) verwendet: die Aktivierung des Transparenzmodus quasi auf Zuruf. Apple nennt dies Konversationserkennung: Sobald bei laufender Musik gesprochen wird, reduziert sich die Lautstärke, und der Transparenzmodus wird aktiviert, um sich unterhalten zu können, ohne die Hörstöpsel aus dem Ohr zu nehmen.

Apple will außerdem den automatischen Wechsel zwischen Apple-Produkten besser machen. Alle Airpods-Modelle werden damnach weiterhin kein Bluetooth-Multipoint unterstützen. Nur beim Einsatz mehrerer Apple-Produkte ist eine parallele Verbindung der Airpods zu mehreren Geräten möglich. Der Wechsel zwischen Geräten soll künftig zuverlässiger als bisher funktionieren.
Eine Betaversion der kommenden Firmware(öffnet im neuen Fenster) für die Airpods Pro der ersten und zweiten Generation, der Airpods der dritten Generation sowie der Airpods Max soll für Entwickler bereits verfügbar sein. Die fertige Version des Airpods-Updates soll irgendwann im Herbst 2023 erscheinen. Apple grenzte den Zeitraum nicht näher ein.
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