Abo
  • Services:

Kooperationen vereinbart: Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Die Zukunft des Autos ist autonom und elektrisch. Für Produktion und Entwicklung setzen deutsche Firmen verstärkt auf Kooperationen mit China. Sogar chinesische Batteriezellen sollen hierzulande produziert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundeskanzlerin Angela Merkel (3.v.r.) lässt sich von BMW-Chef Harald Krüger einen automatisierten i3 zeigen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (3.v.r.) lässt sich von BMW-Chef Harald Krüger einen automatisierten i3 zeigen. (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Deutschland und China wollen bei Entwicklung und Bau von Autos enger zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis der fünften deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Montag und Dienstag in Berlin. Neben staatlichen Vereinbarungen wurden mehrere Kooperationen zwischen Autofirmen bekanntgegeben. Zudem kündigte der chinesische Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL) an, in Thüringen sein erstes Werk zur Batteriezellproduktion außerhalb Chinas zu errichten.

Inhalt:
  1. Kooperationen vereinbart: Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China
  2. BMW steckt hinter Zellproduktion

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang ließen sich auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin von der Autoindustrie selbstfahrende Autos vorführen. Es wäre schön, wenn Deutschland und China beim autonomen Fahren "ganz vorne" mit dabei wären, sagte Merkel nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa. Es gehe um eine offene, transparente Kooperation.

BMW kehrt wieder zu Baidu zurück

Auf Regierungsebene vereinbarten das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesverkehrsministerium und das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie eine gemeinsame Absichtserklärung. Die Zusammenarbeit beim vernetzten und automatisierten Fahren solle auf den Prinzipien des diskriminierungsfreien Marktzugangs, der Transparenz, der Verlässlichkeit und der Gleichbehandlung beruhen. Beide Seiten wollten fairen Wettbewerb und günstige Marktbedingungen für Unternehmen schaffen, heißt es in dem 22-seitigen Abschlussdokument (PDF).

Gleich mehrere Kooperationen zwischen deutschen und chinesischen Firmen wurden präsentiert. So will BMW seine vor gut zwei Jahren beendete Zusammenarbeit mit dem chinesischen IT-Konzern Baidu wieder reaktivieren. Beide Firmen unterzeichneten laut BMW eine Absichtserklärung, wonach BMW Mitglied im Vorstand von Apollo, Baidus offener Plattform für automatisiertes Fahren, wird. An der im April 2017 vorgestellten Apollo-Plattform ist neben Microsoft auch der deutschen Zulieferer Bosch beteiligt.

Audi kooperiert mit Huawei

Stellenmarkt
  1. WBS GRUPPE, Berlin
  2. HYDAC INTERNATIONAL GmbH, Großbeeren

Darüber hinaus vereinbarte BMW nach eigenen Angaben mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motor die Produktion von elektrischen Mini-Fahrzeugen in China. Neben elektrischen Minis soll das Joint Venture mit dem Namen Spotlight Automotive Limited auch Elektroautos für Great Wall Motor herstellen. Das Unternehmen soll seinen Sitz in der Provinz Jiangsu haben, wo die beiden Partner gemeinsam eine Produktionsstätte nach modernsten Maßstäben errichten.

Die Ingolstädter Volkswagen-Tochter Audi kooperiert wiederum beim vernetzten Fahren mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei. "Unser Ziel ist die Verbesserung der Sicherheit und Optimierung des Verkehrsflusses für eine intelligente Stadt. In den Konzepten konzentrieren wir uns dabei zunächst auf den chinesischen Markt", teilte Audi mit. Audi testete bereits im vergangenen Jahr auf der Basis von LTE-V im chinesischen Wuxi die Kommunikation mit der Infrastruktur wie Ampeln.

BMW steckt hinter Zellproduktion 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-30%) 4,61€
  3. 4,99€
  4. 44,99€

SanderK 16. Jul 2018

Gefährdung, ja, durch das Bündnis, nein. Wobei wenn die Werke von China nach Europa...


Folgen Sie uns
       


Cinebench R20 auf Threadripper 2950X ausprobiert

Cinebench R20 soll mit bis zu 256 Threads umgehen können.

Cinebench R20 auf Threadripper 2950X ausprobiert Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  2. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter
  3. Cimon Die ISS bekommt einen sensiblen Kommunikationsroboter

P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  2. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei
  3. Kritik an Eckpunkten Bitkom warnt vor deutschem Alleingang bei 5G-Sicherheit

Raspi-Tastatur und -Maus im Test: Die Basteltastatur für Bastelrechner
Raspi-Tastatur und -Maus im Test
Die Basteltastatur für Bastelrechner

Für die Raspberry-Pi-Platinen gibt es eine offizielle Tastatur und Maus, passenderweise in Weiß und Rot. Im Test macht die Tastatur einen anständigen Eindruck, die Maus hingegen hat uns eher kaltgelassen. Das Keyboard ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Bastelprojekte.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bastelcomputer Offizielle Maus und Tastatur für den Raspberry Pi
  2. Kodi mit Raspberry Pi Pimp your Stereoanlage
  3. Betriebssystem Windows 10 on ARM kann auf Raspberry Pi 3 installiert werden

    •  /