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Kooperationen: Konkurrenten loben überraschend die Telekom

Anga Com
Sie wollten zusammen die Netze besser auslasten, haben Deutsche Giganetz, Wilhelm.tel und Telekom erklärt.
/ Achim Sawall
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Auf der Anga Com ging es beim Panel Update Glasfaserausbau um Kooperationsmodelle und Open Access. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Auf der Anga Com ging es beim Panel Update Glasfaserausbau um Kooperationsmodelle und Open Access. Bild: Achim Sawall/Golem.de

Während allgemein auf der Branchenmesse Anga Com(öffnet im neuen Fenster) die Kritik überwiegt, haben zwei Netzbetreiber die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom eher positiv bewertet. "Ich bin bemüht, gar nicht so draufzuhauen" , sagte Sören Wendler, Chief Sales Officer Deutsche Giganetz am 15. Mai 2024. "Sondern ich will vielleicht ein Lob aussprechen. Die Öffnung der Deutschen Telekom zum Open Access als Bitstream Access ist ein sehr elementarer Bestandteil einer guten Kooperation."

Eine typische Open-Access-Form für den Netzbetreiber ist es, die Glasfaseranschlüsse im eigenen Netz anderen Betreibern als Bitstream-Access (BSA) anzubieten. Auch Arne Mietzner, Geschäftsführer Wilhelm.tel, äußerte sich eher positiv zur Telekom: "Wir haben alle ein gemeinsames Ziel, das lautet, möglichst viele Kunden auf unser Netz zu bringen und die Auslastung zu erhöhen. Wir haben ein Wholesale- Abkommen mit der Telekom auf Glasfaser."

Telekom plant neue Wholesale-Angebote

Zugleich schlossen sich die Konkurrenten zusammen: Die Deutsche Giganetz, DNS:NET, Eurofiber Netz (vorher Vattenfall Eurofiber) und Infrafibre Germany mit Leonet und BBV Deutschland hatten in dieser Woche eine neue Open Access Allianz angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Die Vereinbarung sieht die Vermarktung von Internet- und Telefondiensten mit Gigabit-Geschwindigkeit im Glasfasernetz der jeweiligen Partner vor. Es geht um Layer-2-Bitromzugang und die etablierte S/PRI-Schnittstelle.

Thilo Höllen, Senior Vice President für Broadband Cooperations bei Telekom Deutschland, betonte, man habe drei Modelle für die Zusammenarbeit bei Bitstream-Access. Zudem wolle man im "Wholesale-Markt, vielleicht auch im Retail-Markt, im Glas höhere Bandbreiten einführen" . Unter den drei neuen Modellen sei das schnellste ein 1.000/500 GBit/s-Produkt. Kunden sollten sich "auch im fremden Netz wie ein Telekom-Kunde" fühlen. Dieses Gefühl in ihren Netzen sahen auch die anderen Telco-Manager als Ziel einer guten Kooperation an.


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