Kooperation mit GM: US-Armee baut Wasserstoff-Pickup

Der Chevy Colorado ZH2(öffnet im neuen Fenster) von General Motors ist zusammen mit der US-Armee entwickelt worden. Er ist mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet, die einen Akku lädt. Das Fahrzeug fährt elektrisch, ist 2,13 Meter breit und 1,98 Meter hoch. Die Räder haben einen Durchmesser von 0,94 Metern und die Aufhängung wurde für den Off-Road-Einsatz konzipiert.













Für den Militäreinsatz ist der Wasserstoffantrieb nicht nur aus ökologischen Gründen interessant. Die Fahrzeuge haben auch ganz praktische Vorteile: Ihre Wärmesignatur ist mangels Verbrennungsmotor deutlich geringer. Heiße Auspuffrohre und einen warmen Motor gibt es nicht mehr. Außerdem könnte das Auto auch leiser fahren. Das erschwert dem Gegner die Aufklärung.
Eine weitere Besonderheit ist der entnehmbare Akku. Er wird über die Brennstoffzelle geladen und versorgt die Elektromotoren des Chevy Colorado ZH2. Der Stromspeicher mit 25 kWh kann aber auch genutzt werden, um andere Geräte mit Strom zu versorgen. Außerdem lässt sich damit etwas realisieren, das viele Interessenten ziviler Elektroautos seit langem fordern: Ein leergefahrener Akku kann einfach gegen einen geladenen ausgetauscht werden.
Ob der Chevy Colorado ZH2 jemals in Serie geht, ist nicht bekannt. Beim vorgestellten Fahrzeug handelt es sich um einen Prototypen, der nun erprobt wird. Ende 2017 soll die Erprobung abgeschlossen sein.
Nach einem Bericht von Wired(öffnet im neuen Fenster) wäre der Transport von Wasserstoff oder auch die Herstellung für die US-Armee ein eher geringes Problem. Er könnte mit umgebauten Tankfahrzeugen transportiert werden. Aus Flugturbinenkraftstoff ( JP-8(öffnet im neuen Fenster) ) könnte der Wasserstoff auch gewonnen werden.