Kooperation mit Community: Thunderbird bekommt Vollzeitentwickler von Softmaker

Das in Nürnberg ansässige Unternehmen Softmaker will Thunderbird sowie die Kalendererweiterung Lightning in seine nächste Office-Suite integrieren und dafür Ressourcen bereitstellen. Vor zweieinhalb Jahren verabschiedete sich Mozilla aus der Entwicklung des E-Mail-Clients Thunderbird und überließ weitere Arbeiten einer Community aus Freiwilligen, was den Fortgang des Projekts verlangsamte.
In der Ankündigung heißt es(öffnet im neuen Fenster) , dass Softmaker Teil der Entwicklergemeinschaft werden möchte und dem Projekt dafür einen Programmierer zu Verfügung stellen werde. "Ziel von Softmaker ist es, Thunderbird zur leistungsstarken Konkurrenz von Microsoft Outlook aufzubauen. Dabei legt Softmaker Wert auf eine gute Kooperation mit dem Freiwilligenteam, das an Thunderbird arbeitet."
Bisher benutzte Softmaker die Anwendung eM-Clien(öffnet im neuen Fenster) t, die jedoch von einem anderen Unternehmen lizenziert worden ist. Die Verwendung sei aufgegeben worden, weil die Zusammenarbeit nicht wie gewünscht funktioniert habe. Mit dem freien Thunderbird könne das Unternehmen aber seine eigenen Ideen verwirklichen.
Dazu sind offenbar zunächst Thunderbird-Erweiterungen entstanden, welche die aktuelle Oberfläche des E-Mail-Clients leicht anpassen. Dadurch solle das Aussehen an das Design der Office-Anwendungen angeglichen werden. Die Ablage und Navigation in den Ordnern sei ebenfalls angepasst worden. Für Nutzer des bisher eingesetzten Clients gibt es Importfilter.
Ende Februar gab das Thunderbird-Team bekannt(öffnet im neuen Fenster) , dass die Zahl der Nutzer in den vergangenen Jahren stetig angewachsen sei. Demzufolge hat Thunderbird die größte Nutzerbasis in Deutschland.