Abo
  • Services:
Anzeige
Der Provider MCI soll mit dem BND kooperiert haben.
Der Provider MCI soll mit dem BND kooperiert haben. (Bild: MCI)

Kooperation mit CIA: BND erhielt Daten offenbar von MCI

Der Provider MCI soll mit dem BND kooperiert haben.
Der Provider MCI soll mit dem BND kooperiert haben. (Bild: MCI)

Nach der Deutschen Telekom ist nun auch der zweite Provider bekannt, den der BND in Deutschland anzapfte. Der Name der Operation wurde vom Spiegel nun korrigiert.

Die deutsche Tochter des US-Providers MCI mit Sitz in Dortmund soll dem Bundesnachrichtendienst (BND) Zugang zu ihren Telefonleitungen verschafft haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen des Dienstes. Der Mutterkonzern MCI war bis zu seiner Übernahme durch Verizon im Jahr 2006 eines der größten Telekommunikationsunternehmen der Welt. Das Unternehmen war aus der Übernahme von MCI Communications durch Worldcom hervorgegangen. Worldcom hatte nach Bilanzmanipulationen im Juli 2002 Gläubigerschutz beantragt.

Anzeige

Vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags hatte der BND-Projektleiter der Operation Eikonal bereits im November über eine zweite Kooperation des BND berichtet. Die Ergebnisse der Auslandsverkehre - jährlich mehrere Hundert Mitteilungen - habe der BND dem US-Geheimdienst CIA zur Verfügung gestellt, berichtete der Spiegel weiter. Bei seiner Aussage in geheimer Sitzung soll der BND-Projektleiter allerdings zunächst einen falschen amerikanischen Provider genannt haben. Zudem räumte der Spiegel ein, einen falschen Namen der Operation genannt zu haben. Anders als zunächst berichtet laute er nicht "Globe", sondern "Glotaic", wobei die letzten drei Buchstaben für die CIA stünden. Die Verwirrung könnte auch daher rühren, dass der Name in den Unterlagen für den NSA-Ausschuss zum Teil geschwärzt war. Nach Aussagen von Ausschussmitgliedern waren nur die ersten drei Buchstaben "Glo" zu erkennen. Die Linke-Ausschussobfrau Martina Renner kündigte am Samstag an, der Ausschuss werde sich mit der Operation Glotaic "nach Eikonal (Abgreifen von Kommunikationsdaten bei Telekom) beschäftigen".

Daten in Rheinhausen ausgewertet

Dem ursprünglichen Bericht zufolge wurden Daten von dem Netzbetreiber in die BND-Außenstelle Rheinhausen geleitet und dort aufbereitet. Damals trug die Dienststelle noch den Decknamen Ionosphäreninstitut. Es soll sich um eine zeitlich befristete Operation mit dem Schwerpunkt Terrorismusabwehr gehandelt haben. Es sollen ausschließlich Auslandstelefonverkehre abgefangen worden sein.

Die Telekommunikationsanbieter sind gesetzlich nicht verpflichtet, dem BND in Deutschland Zugriff auf ausländische Kommunikationsdaten zu gewähren. Um Bedenken der Deutschen Telekom für die Operation Eikonal auszuräumen, hatte sich sogar das Bundeskanzleramt eingeschaltet. MCI soll ebenfalls nicht zu einer sofortigen Kooperation bereit gewesen sein und Rücksprache mit seinem amerikanischen Mutterkonzern gehalten haben. Schließlich habe man sich auf eine Zusammenarbeit unter Einbindung der CIA geeinigt.


eye home zur Startseite
Sinnfrei 11. Jan 2015

Mach mal die Augen auf. Deutschland und seine Einwohner sind ganz groß darin sich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, Efringen-Kirchen
  2. Universität Passau, Passau
  3. Vodafone GmbH, Düsseldorf
  4. Zurich Gruppe Deutschland, Köln, Bonn


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Gehäuse, Tastaturen, Mäuse, Netzteile, Headsets, Wakü)
  2. 66,81€
  3. 47,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Desktop-Modi im Vergleich

    Fast ein PC für die Hosentasche

  2. Android 8.0

    Samsung verteilt Oreo-Upgrade wieder für Galaxy S8

  3. Bilanzpressekonferenz

    Telekom bestätigt Super-Vectoring für dieses Jahr

  4. Honorbuddy

    Bossland muss keine Millionen an Blizzard zahlen

  5. Soziale Netzwerke

    Twitter sperrt Tausende verdächtige Accounts

  6. Qualcomm

    802.11ax-WLAN kann bald in Smartphones kommen

  7. Synthesizer IIIp

    Moog legt Synthie-Klassiker für 35.000 US-Dollar wieder auf

  8. My Playstation

    Sony überarbeitet sein soziales PS-Ökosystem

  9. Android

    Samsung fehlt bei Googles Empfehlungen für Unternehmen

  10. Cat S61 im Hands on

    Smartphone kann Luftreinheit und Entfernungen messen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: und Kühlaggregat im Hochsommer?

    DeathMD | 12:03

  2. Re: nie in einem vertrag

    Niaxa | 12:02

  3. Re: Kurzfristig...

    theFiend | 12:00

  4. Re: Selbst im Iran besseres Netz

    SanderK | 11:58

  5. Re: Das coolste an Super Novas

    rumme | 11:57


  1. 12:07

  2. 12:05

  3. 12:01

  4. 11:50

  5. 11:44

  6. 11:29

  7. 11:14

  8. 10:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel