Kooperation mit Suchmaschine: Berlin arbeitet für Radfahr-Navi mit Google Maps zusammen

Die Senatsverkehrsverwaltung in Berlin arbeitet mit Google zusammen, um Radfahrern über Google Maps bessere Routen durch die Stadt vorzuschlagen.

Artikel veröffentlicht am ,
Radwegampel in Berlin
Radwegampel in Berlin (Bild: Pexels)

Die Kooperation zwischen dem Land Berlin und Google wurde durch einen Tweet eines Mitarbeiters der Verkehrsverwaltung bekannt. Das Ziel der Zusammenarbeit sei es, Radfahrer mithilfe von Google Maps bestmöglich durch Berlin zu leiten. Jakob Baum, Mitarbeiter der Verkehrsverwaltung, teilte diese Informationen über Twitter mit.

Google bestätigte gegenüber dem Tagesspiegel die Kooperation und sagte, dass sich das Unternehmen darauf freue, mit dem Land Berlin die Navigation für Radfahrer in Berlin zu verbessern, indem es mehr Informationen über vorgeschlagene Routen und Alternativen bereitstelle. Dadurch hätten Nutzer die Möglichkeit, die passende Route für ihren Fahrstil auszuwählen.

Das Land Berlin stellt Google dazu wichtige Daten wie das Fahrradstraßennetz, die Straßenkategorien und perspektivisch auch das Radwegenetz zur Verfügung. Fast alle diese Daten sind öffentlich zugänglich. Berlin ist eine der wenigen Städte weltweit, in denen Google neue Funktionen testet.

Seit einiger Zeit sind bei Google Maps zusätzliche Informationen sichtbar, welche Art von Straßen bei den Routenvorschlägen verwendet werden. Diese Daten werden von Städten bereitgestellt, insbesondere von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und dem Verkehrsverbund. Im vergangenen Jahr kündigte Google an, die Fahrradnavigation zu erweitern und zu verbessern, ohne jedoch konkrete Termine für die einzelnen Orte zu nennen. Google bietet seit 10 Jahren in Deutschland einen Fahrradmodus für seine Routenplanungsfunktion in Google Maps an.

Johannes Schlaich, Professor für Mobilität und Verkehr an der Berliner Hochschule für Technik, erwartet, dass Google schnell dazulernt und den Dienst ständig verbessert, da das Unternehmen erkennen könne, welche Routen tatsächlich genutzt werden. Auch die Sprecherin des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), Stephanie Krone, zeigte sich erfreut von der Entwicklung und verteilte einen "Daumen hoch".

Es gibt auch Alternativen. Bbbike ist eine weniger bekannte Plattform für Radfahrer, die den direktesten und optimalsten Weg durch das Fahrradwegenetz wählt. Obwohl der Routenplaner schon seit vielen Jahren besteht und vielleicht veraltet erscheinen mag, bietet er Vorteile gegenüber Google: Wer will, kann Präferenzen für Oberflächentypen und sein Fahrtempo eingeben und Straßen mit Pflastersteinen vermeiden. Auch der Routenplaner von Komoot zeigt Informationen über den Beschaffenheit jedes Abschnitts einer Route, einschließlich Asphalt, Sand oder Pflastersteinen.

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Horsti 22. Jan 2023

In Hamburg gibt es z.B. eine sehr gute Alternative auf Basis von OSM: Not without my...

Horsti 22. Jan 2023

Für Hamburg gibt es die sehr gute App Not Without My Bike auf Basis von OSM: (Ich darf...

fabische 20. Jan 2023

Weil Google Maps der beste und populärste Karten- und Navigationsdienst für Smartphones ist.

486dx4-160 20. Jan 2023

...und mit dem Auto landet man im Hafenbecken wenn man blind auf Google Maps vertraut :D...



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