Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Kooperation: IBM und Apple gehen Partnerschaft ein

IBM will mit "IBM MobileFirst for iOS" Apps und Cloud-Dienste auf den Markt bringen sowie seinen Unternehmenskunden iPhones und iPads verkaufen, den Support erledigen und branchenspezifische Lösungen entwickeln. Damit wird eine jahrzehntelange Feindschaft zwischen den Unternehmen beendet.
/ Andreas Donath
47 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der "Große Bruder" IBM ist kein Feindbild mehr für Apple. (Bild: Apple)
Der "Große Bruder" IBM ist kein Feindbild mehr für Apple. Bild: Apple

Apple will den lukrativen und noch weitgehend unbearbeiteten Markt für Unternehmenskunden erschließen und hat sich dazu einen Partner gesucht, der jahrelang als Erzrivale galt. IBM war die Zielscheibe des legendären Werbespots 1984(öffnet im neuen Fenster) , in dem das Unternehmen als "Großer Bruder" im Orwellschen Sinne kritisiert wurde, wie Steve Jobs bei der damaligen Präsentation des Werbespots(öffnet im neuen Fenster) sagte. Apple stellte sich damals als Befreier dar, der gegen IBM kämpft und gewinnt.

IBM will mehr als 100 branchenspezifische Unternehmenslösungen und Apps für iOS entwickeln und Cloud-Services sowie für Unternehmenskunden auch iPhones und iPads zum Kauf oder als Leasingfinanzierung anbieten und sich ferner um das Management der Hardware kümmern. Gemeint ist damit nicht nur die Bereitstellung, sondern auch die Aktivierung sowie Verwaltungsfunktionen.

Apple und IBM hoben als Zielgruppen besonders den Einzelhandel, das Gesundheitswesen, Banken und Versicherungen, das Reise- und Transportgewerbe sowie die Telekommunikationsbranche hervor. Einige Apps sollen schon im Herbst 2014 erscheinen.

Zudem will Apple sein Supportangebot Apple Care für Unternehmen ausweiten und rund um die Uhr Firmenkunden Unterstützung anbieten. Den Vor-Ort-Service übernimmt IBM.

Apple hatte schon auf dem WWDC 2014 Anfang Juni angekündigt, iOS 8 stärker auf Unternehmenskunden und deren Anforderungen auszurichten. S/Mime wird nun nicht mehr zwangsweise generell ein- oder ausgeschaltet, sondern kann pro E-Mail aktiviert werden. Die automatische Antwortfunktion für Exchange wird ebenfalls unterstützt, und wer iCloud nicht verwenden will, kann andere Anbieter nutzen – einer davon wird IBM sein. Neben Apps sollen auf Firmengeräten auch iBooks und PDFs zentral verwaltet werden können.

iOS 8 soll im Herbst 2014 erscheinen und kostenlos angeboten werden.


Relevante Themen