Kooperation: Anthropic stellt Claude-Agenten für den Finanzsektor vor
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Anthropic weitet seinen Fokus über die Softwareentwicklung hinaus aus, diesmal mit Werkzeugen, die auf den Finanzsektor zielen(öffnet im neuen Fenster). Das Unternehmen kündigte ein Paket aus zehn KI-Agenten an, die Routineaufgaben in Banken, Versicherungen und bei Vermögensverwaltern übernehmen sollen.
Laut Ankündigung können die neuen Agenten Pitch-Decks entwerfen, Finanzberichte prüfen und Vorgänge markieren, die eine Compliance-Prüfung erfordern könnten. Die Werkzeuge richten sich an Fachleute aus den Bereichen Banking, Versicherung, Asset Management und Finanzen. Anthropic meint, dass Wissensarbeit im Finanzwesen reif ist für autonomere Software.
Die Börse erkannte darin eine Bedrohung für etablierte Datenanbieter. Die Aktie von Factset Research Systems gab in der Folge zeitweise bis zu 8,1 Prozent nach, während Morningstar um mehr als drei Prozent fiel. Auch die Papiere von S&P Global und Moody's gerieten im Handelsverlauf unter spürbaren Verkaufsdruck.
Vorstoß über das Coding hinaus
Anthropic hat seinen Ruf maßgeblich mit KI-Coding-Assistenten aufgebaut, scheint nun aber zeigen zu wollen, dass Claude auch ein breiteres Spektrum professioneller Aufgaben bewältigen kann.
Vorstandschef Dario Amodei trat in New York gemeinsam mit JPMorgan-Chef Jamie Dimon bei einer Veranstaltung für Bankenführungskräfte auf. Amodei argumentierte dort offenbar, der Engpass bei der Kommerzialisierung von KI sei nicht die Leistungsfähigkeit der Modelle, sondern das langsamere Adoptionstempo großer Organisationen.
Anthropic gibt inzwischen an, mehr als 300.000 Geschäftskunden würden seine Technologie in irgendeiner Form nutzen. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen bereits Claude-Plug-ins für Equity Research, Private Equity und Wealth Management vorgestellt. Die neuen Agenten scheinen diesem Pfad zu folgen.