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Konzernchef Tim Höttges: "Es war nicht nur ein gutes Quartal"

Die Deutsche Telekom hat ihr Aktienrückkaufprogramm erweitert und die Prognose für eine wichtige Kennzahl erneut nach oben korrigiert.
/ Achim Sawall
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Telekom Finanzchef Illek (links) und Konzernchef Höttges am 6. Augsut 2026 in Bonn (Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem  e)
Telekom Finanzchef Illek (links) und Konzernchef Höttges am 6. Augsut 2026 in Bonn Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem e

Die Konzernführung der Deutschen Telekom erwartet wegen starker Geschäfte der US-Tochter T-Mobile US im Jahr 2026 weiteres Wachstum. Beim operativen Ergebnis (Ebitda AL) erwartet Konzernchef Höttges nun rund 47,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr wurden 44,7 Milliarden erzielt. Der Free Cashflow soll 2026 auf mehr als 19,8 Milliarden Euro ansteigen, nach vergleichbaren 19,3 Milliarden im Vorjahr.

Konzernchef Tim Höttges sagte(öffnet im neuen Fenster) am 6. August 2026: "Das abgelaufene Quartal war nicht nur ein gutes Quartal. Es ist ein weiterer Beleg für ein Geschäftsmodell, das in einem schwierigen Marktumfeld verlässlich Ergebnis und Cashflow liefert. Gleichzeitig will ich nicht so tun, als gäbe es keine offenen Punkte: In den USA ist der Wettbewerb härter geworden."

Auch durch die Rechte an der Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft gewann MagentaTV rund eine Million neue Kunden. "Unsere Geschäfte laufen weiter rund", erklärte Höttges.

T-Mobile US verärgert Kunden

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um rund 4 Prozent auf fast 29,9 Milliarden Euro, gestützt durch Wachstum in Deutschland, den USA und Europa. Der Gewinn lag bei rund 2,5 Milliarden Euro, ein Rückgang um rund sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Anstieg spiegele die revidierte Prognose von T-Mobile US wider, die maßgeblich durch einen höher als erwartet ausgefallenen Netto-Cashflow getrieben sei, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bereits im Mai hatte das Unternehmen seine Prognose für den Free Cashflow nach Leasing-Verhältnissen von rund 19,8 Milliarden Euro auf mehr als 19,8 Milliarden Euro angehoben.

"Das berichtete bereinigte Ebitda AL des Konzerns stieg im zweiten Quartal um 7,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro", sagte Finanzchef Christian Illek. Analysten hatten laut einem vom Unternehmen erstellten Konsens einen Umsatz von 29,955 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ebitda AL von 11,702 Milliarden Euro erwartet.

Rückgang bei Cloud- und IT-Sparte T-Systems

Die Telekom teilte weiter mit, ihr Aktienrückkaufprogramm für das Jahr 2026 um 3 Milliarden Euro aufzustocken, womit sich das Gesamtvolumen der für dieses Jahr geplanten Rückkäufe auf 5 Milliarden Euro beläuft.

Die Cloud- und IT-Sparte T-Systems verzeichnete im zweiten Quartal einen unerwarteten Rückgang des Auftragseingangs um 13,4 Prozent, dies werde jedoch keine Auswirkungen auf das Wachstum im Gesamtjahr im Vergleich zu 2025 haben.

Nach vertraglichen Änderungen von T-Mobile US in den USA wird künftig ein Rückgang beim Kundenwachstum befürchtet. Frühere Verträge enthielten Garantien (Price Lock/Un-contract Promise), dass die Grundgebühren für Bestandskunden nicht erhöht werden. In neueren AGB-Fassungen wurden diese Klauseln auf temporäre Werbeversprechen verkürzt oder entfernt. Kunden von älteren Tarifen wie Simple Choice oder One Plan werden schrittweise auf neuere, teurere Tarife umgestellt. Verbraucherschützer empfanden dies als Bruch des ursprünglichen Markenversprechens Un-carrier und reichten Beschwerden bei der US-Fernmeldebehörde (FCC) ein.


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