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Kontroverse: Mozilla-Chef Brendan Eich tritt zurück

Mozilla-Chef Brendan Eich ist von seinem Posten als CEO zurückgetreten. Er war aufgrund seiner Einstellung gegen die Gleichberechtigung homosexueller Paare massiv in die Kritik geraten.

Artikel veröffentlicht am ,
Brendan Eich
Brendan Eich (Bild: Stephanie Hobson/CC BY 2.0)

Brendan Eich war aufgrund seiner finanziellen Unterstützung für die Gesetzesinitiative Proposition 8 gegen gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien heftig kritisiert worden. Kurz zuvor wollte er noch nicht zurücktreten, doch nun hat er dem Druck nachgegeben und seinen Posten aufgegeben.

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Eich ist als CEO der Mozilla Corporation zurückgetreten. Das bestätigt ein Blogposting auf der Mozilla.org-Website von Mitchell Baker. Sie ist die Vorsitzende der Mozilla Foundation und deren Tochtergesellschaft Mozilla Corporation. Eich habe den Schritt für Mozilla und die Community getan, schreibt sie.

Des Weiteren schreibt Baker anlässlich des Rücktritts: "Mozilla unterstützt die Prinzipien der Gleichberechtigung der Menschen und der Redefreiheit. Gleichberechtigung ist eine Voraussetzung konstruktiver Gespräche. Und Redefreiheit ist eine wichtige Waffe im Kampf für Gleichheit. Beides miteinander zu vereinbaren, ist jedoch nicht immer leicht." Mozilla sei bei der Kontroverse um Eichs Person nicht schnell genug auf die Community zugegangen, betonte Baker.

"Unsere Unternehmenskultur reflektiert Vielfalt und Inklusion. Wir heißen Beiträge von jedem willkommen - unabhängig von Alter, Kultur, Ethnie, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Sprache, Rasse, sexueller Orientierung, geografischer Lage und religiöser Ansichten. Mozilla unterstützt Gleichberechtigung für alle", so Baker.

Zuvor wurde von 72.000 Unterstützern eine Petition unterschrieben, die Eichs Rücktritt forderte oder von ihm verlangte, seine Position gegen homosexuelle Eheschließung öffentlich zurückzunehmen. Und auch mehrere Mozilla-Mitarbeiter riefen Eich zum Rücktritt auf. Es gab sogar Boykott-Forderungen vom Chef des App-Entwicklers Rarebit Hampton Catlin und seinem Ehemann, bei der Website OKCupid wurden Firefox-User dazu aufgefordert, den Browser aufgrund der Einstellung von Eich gegen die Gleichberechtigung für homosexuelle Paare nicht mehr zu nutzen.

Eichs Reaktion, sich für die Gleichberechtigung von Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, Alter, Rasse, Ethnie, Religion oder Lebensstandard zu bekennen, half nicht, den Schaden einzudämmen. Gegenüber der Website Cnet sagte Eich schon am 1. April, dass es ihm leidtue, Kummer bereitet zu haben. Ob er seine persönliche Ansicht geändert habe, verriet er nicht.

Eich war nur knapp zwei Wochen im Amt. Wer sein Nachfolger wird, ist noch unbekannt.

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GodsBoss 17. Apr 2014

In der Tat. Ich frage mich auch, welcher von den Protestlern tatsächlich gebildet genug...

GodsBoss 17. Apr 2014

Ja. Ich bestimme doch auch gar nicht, was andere mit ihrer Freiheit machen. Gegen ihn zu...

janitor 06. Apr 2014

Wenn Sarrazin und Lucke Auftritte abgesagt bekommen, dann ist das das Recht der...

GodsBoss 06. Apr 2014

Nein. Recht sicherlich, Pflicht nicht. Ist ja lächerlich. Solange ihre Handlungen, die...

GodsBoss 06. Apr 2014

Wer Kinder will, kriegt auch welche. Es gibt viele Leute, die gar nicht verheiratet sind...


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