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Kontrollstation: US-Marine migriert weitere Drohnen zu Linux

Die US-Marine lässt weitere Kontrollstationen für Drohnen auf Linux migrieren. Davon sollen sämtliche Drohnen-Typen des US-Militärs profitieren.
/ Sebastian Grüner
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Umstellung auf Linux: Drohne Fire Scout (Bild: Northrop Grumman)
Umstellung auf Linux: Drohne Fire Scout Bild: Northrop Grumman

Bereits im Juni 2012 ließ die US-Marine Kontrollstationen für ihre Drohnen auf Linux umstellen. In einem ähnlich gelagerten Projekt baut die Marine diese Zusammenarbeit nun aus und lässt weitere Systeme von Solaris 8 auf Linux migrieren, wie der US-Dienst Avionics Intelligence(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Wie 2012 wird Raytheon Intelligence and Information Systems, ein Zweig des US-Rüstungskonzerns Raytheon, die Umrüstung auf das neue Betriebssystem vornehmen. Dafür stehen etwa 15,8 Millionen US-Dollar bereit.

Laut dem Bericht sollen nicht nur die Systeme umgestellt, sondern es soll auch die Unmanned-Aerial-System-Control-Segment-Architektur (UCS) weiterentwickelt werden. Das umfasst auch moderne Steuerungssysteme, automatische Tests und die Möglichkeit, die Software der Systeme im Einsatz aktualisieren zu können.

Das Kontrollsystem soll zudem mit besseren Videofähigkeiten ausgestattet werden, das Nachrichtensystem soll verbessert und um eine Trainings- und Simulationseinheit erweitert werden. Mit den Kontrollstationen von Raytheon lassen sich sämtliche unbemannten Systeme der US-Streitkräfte bedienen, ebenso wie Geräte, die dem NATO-Standard STANAG 4586 entsprechen. Die gemeinsame Grundlage dafür bildet das UCS.

Open Source im Militär

Das Verteidigungsministerium sieht keinen Konflikt mit den Lizenzbedingungen, die für das Open-Source-Betriebssystem gelten, und stellt dies online auch klar(öffnet im neuen Fenster). Schließlich schreibt die GPL eine Weitergabe des Quellcodes nur vor, falls die Software weiterverteilt wird, was hier nicht der Fall ist.

Der IT-Sicherheitsexperte Felix von Leitner alias Fefe ruft in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) immer wieder dazu auf, die freien Lizenzen um eine Art Zivilklausel zu erweitern und damit die Verwendung im Militär zu verhindern. Ein derartiges Vorgehen widerspräche aber etwa den Definitionen der FSF, die eine bedingungslose freie Nutzung von Software vorsieht.


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