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Amazon-Arbeiter im Streik
Amazon-Arbeiter im Streik (Bild: Verdi)

Kontrolle und Druck: Wieder Streik bei Amazon

Amazon-Arbeiter im Streik
Amazon-Arbeiter im Streik (Bild: Verdi)

Am heutigen Montag ist der Standort Amazon Bad Hersfeld im Streik. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, Druck auf Kranke auszuüben und Mitarbeiter sogar bei Toilettengängen zu kritisieren. Amazon weist das zurück.

Beschäftigte bei Amazon Bad Hersfeld sind für Montag zum Streik aufgerufen. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 13. März 2017 bekannt. Der Streikaufruf beginnt mit der Nachtschicht. Ende des Streiks ist das Schichtende der Spätschicht. Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte: "Derzeit häufen sich sogenannte Krankengespräche, es wird mit Kündigungen gedroht und diese werden auch ausgesprochen. Es gibt verstärkt Kontrollen bei der Arbeit, selbst Toilettengänge werden beobachtet."

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Am Samstag hatten bereits rund 200 Beschäftigte bei Amazon in Leipzig die Arbeit niedergelegt. Laut Verdi-Landesbezirksleiter Thomas Voß waren aus den Abteilungen jeweils 30 bis 50 Prozent der Beschäftigten dabei. "Statt Wertschätzung gibt es ständige Kontrollen der Mitarbeiter bei der Arbeit und den Pausen", betonte Streikleiter Thomas Schneider. Auch bei Krankheit gebe es Druck auf die Beschäftigten.

Amazon empört

Amazon-Sprecherin Anette Nachbar verwehrte sich gegen die Kritiken: "Ich weise die von Seiten der Gewerkschaft erhobenen Anschuldigungen aufs Entschiedenste zurück. Gerade am Standort Bad Hersfeld haben wir vielfältigste Maßnahmen rund um das Thema Gesundheit durchgeführt."

Bei den Streiks bei Amazon geht es den Beschäftigten seit Mai 2013 um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag. Nach Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel etwa in Sachsen bekämen die Amazon-Mitarbeiter 30 Arbeitstage Urlaub und ein Urlaubsgeld von 1.075 Euro. Weihnachtsgeld in Höhe von 1.013 Euro, eine 38-Stunden-Woche und sechs Wochen Urlaub seien laut Verdi in der Branche üblich. Amazon zahlt kein Urlaubsgeld und gewährt seit dem Jahr 2016 nur noch 28 Arbeitstage Urlaub. Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kämen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.


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MeineLeut 16. Mär 2017

"Für einen Job den theoretisch jeder Ungelernte erledigen kann, der aber sicher nicht...

azeu 15. Mär 2017

Stimmt, da war ja was. Dieses Armutszeugnis verbirgt sich meistens unter einem großen...



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