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Kontrast zum US-Visum: China führt neues Visa-Programm für Fachkräfte ein

Während die US -Regierung ihre Visa-Regeln für Fachkräfte aus dem Ausland verschärft, lockt China mit Flexibilität.
/ Mike Faust
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Chinesische Hochschulabsolventen befürchten, dass sich ihre Jobchancen durch das Visum verschlechtern. (Bild: Pixabay / Locies)
Chinesische Hochschulabsolventen befürchten, dass sich ihre Jobchancen durch das Visum verschlechtern. Bild: Pixabay / Locies

China hat ein neues Visa-Programm aufgelegt, mit dem es für ausländische Fachkräfte aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik einfacher sein soll, im Land zu studieren oder zu arbeiten.

Zwar sind die meisten Details zu dem Programm noch unbekannt, laut Wired(öffnet im neuen Fenster) haben chinesische Behörden aber bereits erklärt, dass Antragsteller für das sogenannte K-Visum kein Einladungsschreiben eines Unternehmens mehr vorlegen müssen.

Damit sind die vergebenen Visa nicht an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden und ermöglichen es Fachkräften, frei zwischen verschiedenen Unternehmen zu wechseln. Die chinesische Regierung bemüht sich zudem, das Programm als Gegensatz zu den von US-Präsident Donald Trump eingeführten Visa-Beschränkungen in den USA zu präsentieren.

Kritik aus der Bevölkerung

In China wurde allerdings auch die Besorgnis geäußert, dass das K-Visum ausländischen Arbeitnehmern einen Vorteil gegenüber einheimischen Absolventen verschaffe. Wie Wired schreibt, steigt in China die Jugendarbeitslosigkeit und viele junge Menschen mit Hochschulabschluss haben Schwierigkeiten eine Anstellung zu finden.

Um diese Debatte zu entschärfen, vergleicht die staatliche chinesische Zeitung Global Times(öffnet im neuen Fenster) das K-Visum mit dem H-1B-Visum der USA. Letzteres sei geschaffen worden, um den Arbeitskräftebedarf auf dem US-Markt zu decken, so die Zeitung. Das K-Visum solle hingegen den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und ausländischen Fachkräften fördern.

Laut Wired wird es für China zu einer Herausforderung, auf der einen Seite junge Talente aus den Bereichen Technologie und Wissenschaft aus dem Ausland anzuwerben und auf der anderen Seite nicht die eigenen MINT-Absolventen zu verärgern, weil sich diese um ihre Arbeitsplätze betrogen fühlen könnten.


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