Flame: Kaspersky braucht Hilfe bei Entschlüsselung von Gauss

Kaspersky Lab ist der verschlüsselte Schadmechanismus von Gauss weiterhin ein Rätsel. Kaspersky bittet daher Experten aus den Bereichen Verschlüsselung, Reverse Engineering und Mathematik um Hilfe.

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Gauss-Hauptmodule
Gauss-Hauptmodule (Bild: Kaspersky Lab)

Um den verschlüsselten Schadmechanismus der Cyberwaffe Gauss zu verstehen, braucht Kaspersky Hilfe.

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Gauss wurde bei weiteren Untersuchungen von Flame entdeckt und ist erstmals eine Cyberwaffe mit den "typischen Charakteristiken eines Onlinebanking-Trojaners". Gauss ist nach Angaben von Kaspersky Lab staatlich finanziert und zeigt bei Design- und Codebasis große Ähnlichkeiten zu Flame. Flame wurde laut einem unbestätigten Bericht von den USA und Israel entwickelt.

"Der Zweck und die Funktionen des verschlüsselten Mechanismus bleiben uns derzeit verborgen", sagte Alex Gostev, Chief Security Expert von Kaspersky Lab. "Die Nutzung der Verschlüsselung und weitere Maßnahmen der Autoren weisen darauf hin, dass deren Ziele hochsensibel sind. Auch der Umfang des verschlüsselten Codes ist ungewöhnlich. Die verborgenen Daten sind so umfangreich, dass sie Code zur Cyber-Sabotage enthalten könnten - ähnlich zum Scada-Code von Stuxnet. Die Entschlüsselung würde uns mehr über die Natur und die Ziele von Gauss verraten."

Verschlüsselung, Reverse Engineering und Mathematik

Kaspersky lädt daher alle Interessierten mit Kenntnissen in den Bereichen Verschlüsselung, Reverse Engineering oder Mathematik ein, sich an der Entschlüsselung der Codierung zu beteiligen, um Gauss das Geheimnis seiner verschlüsselten Daten zu entreißen.

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Wenn ein infizierter USB-Stick in einen unzureichend geschützten Windows-Computer gesteckt wird, startet die Schadsoftware. Sie versucht, den verborgenen Schadmechanismus mittels einer Zeichenfolge zu entschlüsseln, die aus der Systemkonfiguration des angegriffenen Computers gewonnen wird.

Für die erfolgreiche Entschlüsselung ist beispielsweise ein Ordner in den Programmdateien notwendig, dessen erster Buchstabe auf einer erweiterten Zeichentabelle beruht. Wenn die Schadsoftware die entsprechenden Systemeinstellungen vorfindet, werden die verschlüsselten Daten dekodiert und ausgeführt.

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asa (Golem.de) 16. Aug 2012

Stimmt. Habe es ergänzt. Gruß!

Atalanttore 16. Aug 2012

Bei einer Schadsoftware die mutmaßlich von einer Behörde des ehemaligen Erzfeindes...

Matrix2600 16. Aug 2012

*like* *daumen hoch* Besser hätte man's nicht formulieren können =D

TheLynx 15. Aug 2012

Ja, Großbanken war auch meine Idee, aber das sind schon ziemliche High-Value ziele. Die...



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