Kontaktverfolgung: Datenschützer kritisieren offene Gästelisten

Zur Kontaktverfolgung müssen Restaurants in der Corona-Krise die Daten ihrer Gäste notieren. Doch das geschieht häufig nicht datenschutzkonform.

Artikel veröffentlicht am ,
Über solche QR-Codes sind datenschutzkonforme Gästelisten möglich.
Über solche QR-Codes sind datenschutzkonforme Gästelisten möglich. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Bei der Kontaktverfolgung von Gästen in Restaurants wird häufig der Datenschutz nicht beachtet. Darauf weisen die Datenschutzbeauftragten von Berlin und Hamburg hin. "Laufende Listen, auf denen die Kontaktdaten der Gäste offen für Dritte einsehbar sind, sind unzulässig", teilte die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk mit. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar will bei Erstverstößen jedoch keine Sanktionen verhängen.

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Eine Stichprobenuntersuchung der Hamburger Datenschutzbehörde bei 100 Gewerbe- und Gaststättenbetrieben ergab, dass nur zwei Drittel von diesen eine datenschutzkonforme Kontaktverfolgung umgesetzt hatten. 33 Prozent der Betriebe hätten "für die Kontaktdatenverarbeitung Listen verwendet, die offen herumliegen und für jedermann zugänglich sind".

Datenschutzkonforme Lösungen sind demnach über Einzelbögen, die unmittelbar eingesammelt werden, über Smartphone-Apps oder direkt durch das Personal möglich.

Die Hamburger Behörde hat dazu ein Musterformular zur Erfassung der Kontaktdaten von Kunden (PDF) veröffentlicht. Die Berliner Vorlage (PDF) ist praktischer, weil pro Seite zwei Gäste ihre Daten eintragen können. Zuvor müsste das Blatt in der Mitte natürlich durchgeschnitten werden.

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Darüber hinaus stellen die Behörden entsprechende Datenschutzerklärungen (PDF) zur Verfügung.

Gaststätten, Friseursalons und andere Einrichtungen sind aufgrund entsprechender Coronavirus-Verordnungen verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu erheben und vier Wochen aufzubewahren. Dazu hat es den Behörden zufolge zahlreiche Beschwerden gegeben. So liegt den Hamburger Datenschützern ein erster Hinweis vor, "dass eine Kundin nach ihrem Restaurantbesuch unter Verwendung ihrer angegebenen Mobilfunknummer zu privaten Zwecken kontaktiert wurde". Diesem Fall werde die Behörde "mit Hochdruck nachgehen".

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Brent_SST 08. Jul 2020

Wie jetzt? Was machst du jetzt so ein "Gschiss" um deine Daten? Los! Raus damit! Lass...

Brent_SST 08. Jul 2020

Gruselig wird es erst dann, wenn der Kellner ein vorbestrafter Triebtäter ist, er sich...

Brent_SST 08. Jul 2020

Saubere und einfache Lösung des Problems. Warum weiter aufregen?

 26. Jun 2020

gelöscht

FreiGeistler 26. Jun 2020

Bis jemand deine Mail in zig Newsletter einträgt...



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