Kontaktnachverfolgung: Luca-App löscht sämtliche Coronadaten

Das Kapitel Kontaktnachverfolgung ist für die Luca-App vorerst beendet. Die Anbieter wollen nun das Bezahlen per App in Restaurant forcieren.

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Solche Check-ins wird es vorläufig nicht mehr geben.
Solche Check-ins wird es vorläufig nicht mehr geben. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Über die umstrittene Luca-App findet derzeit keine Kontaktnachverfolgung mehr in Deutschland statt. "Die Verträge sind bis Ende März ausgelaufen, lediglich Hamburg ist noch im Standby-Modus", sagte eine Sprecherin des Anbieters Nexenio auf Anfrage von Golem.de. Daher seien nicht nur alle Checkin-Daten, sondern auch sämtliche von den Nutzern hinterlegten Kontaktdaten aus den Datenbanken gelöscht worden.

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Die Kontaktdaten seien nur noch lokal auf den Smartphones der Nutzer gespeichert und sichtbar, hieß es in einer Pressemitteilung vom 4. Mai 2022. Auf diese Daten habe Luca keinen Zugriff.

Nexenio hat die Infrastruktur für die Kontaktnachverfolgung aber noch nicht vollständig abgeschaltet. Sollten die Gesundheitsämter die App wieder für die Kontaktnachverfolgung einsetzen, könnten sich Nutzer beim Check-in entscheiden, ob sie ihre Kontaktdaten übermitteln möchten. Ein Test von Golem.de hat ergeben, dass eine Anmeldung mit Verifizierung der Handynummer weiterhin möglich ist. Allerdings funktionieren die Check-ins nicht mehr.

Das Konzept der Luca-App sah ohnehin vor, dass die verschlüsselten Check-in-Daten jeweils nach 28 Tagen gelöscht werden. Nach dem Auslaufen der Verträge Ende März 2022 sind daher auch keine Check-in-Daten mehr vorhanden. Die Löschung der verschlüsselten Kontaktdaten soll in den vergangenen Tagen vollständig erfolgt sein.

Luca Pay für kontaktloses Bezahlen

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Nexenio will die App nun mit Luca Pay als Bezahldienst etablieren. "Seit heute können Gäste im Rahmen einer Early-Bird-Phase in den ersten Test-Restaurants in Hamburg, Berlin und Rostock sicher und bargeldlos mit der Luca-App auf ihrem Smartphone bezahlen. Der deutschlandweite Rollout ist bis Ende Juni geplant", hieß es.

Mit dem Dienst können Gäste einen QR-Code scannen und die Rechnung bezahlen. Weitere Services wie Tisch-Reservierungen und die Anbindung gängiger Kassensysteme seien für das laufende Jahr geplant. Luca Pay soll sich nach Angaben der Nachrichtenagentur über Transaktionsgebühren finanzieren, die 0,5 Prozent des Umsatzes plus 5 Cent für jeden Zahlungsvorgang betragen. Laut Nexenio liegen die Transaktionsgebühren "deutlich unter Marktdurchschnitt und damit den Preisen der großen, oftmals amerikanischen Zahlungsdienstleister". In einer Finanzierungsrunde hat Nexenio zuletzt 30 Millionen Euro von Investoren für die Umsetzung des neuen Konzepts eingesammelt.

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treysis 05. Mai 2022 / Themenstart

Nein, der Aufwand ist wesentlich geringer. Erstens ist die App schon installiert. Das...

pfeifffer 05. Mai 2022 / Themenstart

Ich habe die App schon vor ein paar Monaten deinstalliert, allerdings ohne vorher meinen...

frommelow 04. Mai 2022 / Themenstart

Die Assoziation könnte man auch über den ganzen Lieferdiensten wie Lieferando, Wolt...

honk 04. Mai 2022 / Themenstart

Warum sollte sie?

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