Kontaktnachverfolgung: Laschet empfiehlt App für digitale Gästelisten

NRW-Ministerpräsident Laschet will statt einer "Zettelwirtschaft" lieber digital geführte Gästelisten. Doch das ist nicht überall erlaubt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet empfiehlt die Luca-App.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet empfiehlt die Luca-App. (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Im Kampf gegen die Coronapandemie hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gefordert, alle technischen Möglichkeiten zu nutzen. "Wir brauchen neue Wege im Umgang mit der Pandemie", sagte Laschet am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. Er habe am Dienstag mit Musiker Smudo von den Fantastischen Vier telefoniert. Die Band hat zusammen mit anderen Kulturschaffenden und einem Berliner Startup die App Luca entwickelt. Damit soll die Dokumentationspflicht der Kontakte in Restaurants und Kulturstätten erleichtert werden.

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Anstatt einer "Zettelwirtschaft" werde bei Luca ein QR-Code genutzt, sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvorsitzender ist. Die App, an deren Entwicklung das Hasso-Plattner-Institut und die Bundesdruckerei beteiligt seien, sei auch mit dem Sormas-System der Gesundheitsämter verbunden. Im thüringischen Jena und auf der Insel Sylt soll das bereits der Fall sein. Laschet wünscht sich, dass diese technologischen Möglichkeiten auch Einfluss nähmen auf die Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 3. März 2021.

Corona-Warn-App reicht nicht

Nach Angaben der Bundesregierung soll die eigene Corona-Warn-App erst nach Ostern über eine Funktion verfügen, die die Erkennung von sogenannten Clustern erleichtern soll. Damit sollen alle Nutzer gewarnt werden können, die an einer gemeinsamen Veranstaltung teilgenommen haben. Dabei können sich die Anwender der App mit Hilfe eines QR-Codes bei der Lokalität oder der Veranstaltung einchecken. Dann würden auch Risiko-Begegnungen erfasst, die weiter als zwei Meter entfernt sind.

Parallel dazu müssten sich Nutzer jedoch weiterhin in die Kontaktlisten des Lokals oder der Veranstaltung eintragen. Denn die Corona-Warn-App überträgt keine persönlichen Angaben wie Namen oder Telefonnummern. Apps wie Luca, E-Guest oder Darf ich rein? können dazu aber genutzt werden, wenn die Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer dies erlauben. In manchen Ländern sind jedoch Listen auf Papier vorgeschrieben. Bei Luca werden die persönlichen Angaben nicht überprüft. Allerdings muss eine gültige Telefonnummer angegeben werden, um nach Eingabe einer zugesendeten Nummer die App nutzen zu können.

Probleme mit Gästelisten

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Im vergangenen Jahr hat es zahlreiche Probleme bei digitalen oder papierbasierten Gästelisten gegeben. So fand der Chaos Computer Club (CCC) bei einer digitalen Gästeliste erhebliche Sicherheitsprobleme. Selbst bei Papierlisten gab es Beschwerden, etwa wenn die Listen mit den Daten der vorherigen Gäste offen einsehbar waren. Auch die Nutzung der Informationen durch die Polizei bei Ermittlungen führte zu Diskussionen über zulässige Verwendung der Daten und Vertrauensverluste.

Die Sicherheitsexperten des CCC rieten dazu, klare gesetzliche Regelungen zu schaffen, um verspieltes Vertrauen durch zweckentfremdete Nutzung der Listen zurückzugewinnen. Zudem empfahl der Verein, auf die digitale Erfassung der Restaurantgäste bei Cloud-Diensten zu verzichten.

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dummzeuch 25. Feb 2021

Und das ist auch gut so, falls sie den Datenschutz nicht beachtet. Da aber im Artikel...

gelöscht 24. Feb 2021

"Tja ist schon traurig wenn man Firmen mehr Verantwortung zutraut als der Politik...

smonkey 24. Feb 2021

Typisch, kaum wird so ein "Verharmloser" mit Fakten widerlegt, weicht er auf ein anderes...

smonkey 24. Feb 2021

Das ist ja von vorne bis hinten erlogen! Niemand kommt in Quarantäne, weil er sich "auf...



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