Kontaktloses Zahlen: Bayern lehnt Einschränkung von Bargeldzahlungen ab

Kontaktloses Bezahlen sei gut, darf nach Ansicht Bayerns aber nicht die traditionelle Zahlungsmöglichkeit mit Bargeld ersetzen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bayern will am Bargeld festhalten.
Bayern will am Bargeld festhalten. (Bild: Pixabay/Pixabay-Lizenz)

Bayern lehnt jegliche Pläne zur Abschaffung oder Einschränkung der Bargeldnutzung ab. "Nicht nur Bares ist Wahres, aber Bargeld muss auch in Zukunft eine zentrale Stütze unseres Zahlungsverkehrs bleiben", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am 28. April 2021 in München.

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Kontaktlose Bezahlsysteme seien zwar gerade aus Infektionsschutzgründen eine sinnvolle Alternative, sie dürften aber nicht das traditionelle Bargeld ersetzen. "Unsere Bürgerinnen und Bürger müssen die Wahlfreiheit haben, wie sie bezahlen möchten."

Füracker betonte zudem, dass bei digitalen Bezahllösungen zudem das europäische Schutzniveau für den Zahlungsverkehr nicht gefährdet werden dürfe. Im Markt für digitale Bezahllösungen seien Anbieter aus Staaten außerhalb der EU stark vertreten. Die EU-Bürger müssten aber weiterhin über ihre sensiblen Daten selbst bestimmen können.

Auch Abschaffung von Münzen sieht Bayern kritisch

Auch aus diesem Grund seien Überlegungen der EU-Kommission, die Bargeldnutzung einzuschränken - etwa durch die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen oder eine Obergrenze für Bargeldzahlungen - kritisch zu sehen. "Bayern stellt sich klar gegen solche Vorschläge", sagte Füracker. Auch die Einführung eines digitalen Euros müsse wegen der Risiken für die Finanzstabilität und die Geldordnung aufmerksam begleitet werden.

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"Münzen und Scheine sind direkt und greifbar, sie schützen die Privatsphäre und sind unabhängig von technischer Infrastruktur", sagte Füracker. Bargeld habe sich in der Vergangenheit als krisenfest erwiesen und auch im digitalen Zeitalter seine Daseinsberechtigung.

Während der Coronavirus-Pandemie hat sich der bargeldlose Zahlungsverkehr in Deutschland verstärkt, seit Jahren nehmen Kartenzahlungen hierzulande zu. Bei den Unter-60-Jährigen dominieren Kartenzahlungen mittlerweile, Ü-60-Jährige hingegen zahlen vorwiegend in bar.

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Esquilax 29. Apr 2021

Da hat in meiner Wahrnehmung Corona einiges gebracht. Beim örtlichen Edeka ging Visa gar...

chefin 29. Apr 2021

Die technischen Probleme waren mal, inzwischen so ausgereift, das ich schneller bezahle...

Jarlaxle 28. Apr 2021

Das funzt aber auch bei nicht Politikern ganz gut so hat immerhin jeder was davon.

Jarlaxle 28. Apr 2021

Evtl. wird es aber jemanden interessieren wenn du bei Beate Use für 1000¤ oder mehr...

Comicbuchverkäufer 28. Apr 2021

Du vergisst, dass Öffnungszeiten auch Arbeitnehmerschutz ist. Ich bin schon dafür, die...



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