Kontaktlose Corona-Zustellung: DHL-Paketboten müssen bei Verlust öfter selbst zahlen

Laut einem Bericht häufen sich die Fälle, in denen die DHL Paketboten zwingt, Kosten für Sendungen zu übernehmen, die wegen kontaktloser Corona-Zustellung verloren gingen. Die DHL dementiert.

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Paket wird mit Distanz abgegeben.
Paket wird mit Distanz abgegeben. (Bild: Deutsche Post DHL Group)

Die durch Corona massenhaft genutzte kontaktlose Zustellung von Päckchen und Paketen führt dazu, dass DHL-Zusteller bei Verlust häufiger persönlich für den Schaden aufkommen müssen. Das berichtet die Welt unter Berufung auf Gewerkschaftsinformationen. Der Zeitung liegen dazu verschiedene Beispiele vor: So von einem Fahrer, der zweimal wegen verloren gegangener Pakete zahlen musste, die angeblich nicht beim Empfänger ankamen.

Dabei besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass DHL-Kunden die Pandemie für Betrug ausnutzen oder Paketboten tatsächlich die Sendungen schnell loswerden wollen.

DHL-Sprecherin Sarah Preuß sagte Golem.de auf Anfrage: "Grundsätzlich sehen wir derzeit keine negativen Effekte bei unserer Haftungsentwicklung. Im Frühjahr 2020 haben wir vor dem Hintergrund der Coronapandemie die kontaktlose Zustellung eingeführt und sowohl unsere Zustellerinnen als auch unsere Kunden nehmen diesen Service, der ja dem Schutz ihrer eigenen Gesundheit dient, sehr gut und verantwortungsvoll an."

Jede Kundenbeschwerde werde sehr genau geprüft und der Sendungsverbleib recherchiert. Nur sehr selten gebe es Fälle, in denen ein nachweisbarer Schaden für das Unternehmen auf Regress für einen Zusteller ermittelt werde. "Keiner unserer Zusteller wird allein aufgrund einer strittigen Zustellung in Regress genommen", betonte Preuß.

Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft DPVKOM, Christina Dahlhaus, sagte: "Natürlich müssen Anweisungen und Regelungen eingehalten werden, aber wir haben seit über zwölf Monaten außergewöhnliche Arbeitsbedingungen." In dem Stress könnten Fehler passieren. Sie erwarte von der Deutschen Post mehr Empathie und Fingerspitzengefühl für die Menschen. Wenn es zu Regressansprüchen durch die kontaktlose Zustellung komme, müssten die Zusteller geschützt werden: "Ich halte das für die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers", sagte Dahlhaus.

Aktuell müssen DHL-Paketboten bald nicht einmal mehr an der Haustür klingeln, wenn sie eine Sendung ausliefern. Der neue Prozess beginne zwischen Mitte Juli und Mitte August 2021, erklärte der Logistikkonzern. Betroffen sind aber nur DHL-Kunden mit einem Konto, das sie entweder im Web oder über die App eingerichtet und einen Ablageort angegeben haben. Das sind nicht wenige: "Ungefähr jede beziehungsweise jeder Zehnte in Deutschland Wohnende hat uns einen Ablageort für die Zustellung von Paketsendungen angegeben", sagte DHL-Sprecherin Sarah Preuß Golem.de auf Anfrage.

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Eheran 09. Jun 2021

Was heißt exakt... irgendeinen Schaden kann man als Privatperson quasi nicht nachweisen...

Jakelandiar 09. Jun 2021

Nein Und wie kommst du auf die Idee das Golem ausschließlich IT-News posten darf? Es...

elknipso 09. Jun 2021

Ja das tut weh, und solch ein Gender Unfug führt nur dazu, dass ich golem weniger...

thecrew 09. Jun 2021

Wenn Krankenschwester "Neutral" ist, warum sind dann Begriffe wie "Zusteller" oder...



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