Kontaktlos: Eine deutsche Miniserie unter Pandemie-Bedingungen

Weltweit haben Künstler unter Corona-Bedingungen neue Projekte angestoßen. Nun kommt mit Kontaktlos auch eine interessante sechsteilige Serie aus Deutschland.

Eine Rezension von Peter Osteried veröffentlicht am
Ariana Gansuh spielt eine der Hauptrollen in KontaktLos.
Ariana Gansuh spielt eine der Hauptrollen in KontaktLos. (Bild: Hessischer Rundfunk)

Die Coronavirus-Pandemie hat in den vergangenen Monaten viele kreative Prozesse gestoppt - aber auch einige neue angestoßen. Von Unsubscribe und Mythic Quest haben wir bereits berichtet, nun gibt es auch in Deutschland ein derartiges Projekt.

Inhalt:
  1. Kontaktlos: Eine deutsche Miniserie unter Pandemie-Bedingungen
  2. Schauspielerische Defizite

Der Hessische Rundfunk (HR) hat für die ARD-Mediathek nämlich die sechsteilige Serie Kontaktlos produzieren lassen. Sie ist dort seit Freitag (24. Juli) abrufbar. Entwickelt wurde die Miniserie von Autor und Regisseur Marc Ermisch.

Er siedelt seine Geschichte im Jahr 2040 an - 19 Jahre nach der zweiten Welle einer verheerenden Virus-Pandemie. Die Menschen leben alleine, viele verlassen praktisch gar nicht mehr ihre Wohnungen, die Fortpflanzung wird über künstliche Befruchtung mit Hilfe der Firma Xsperm geregelt.

Aber es gibt auch Menschen, die eine Rückkehr zur Normalität, zu mehr menschlichem Kontakt fordern. Zu ihnen gehört die Schauspielerin Felina, die dafür ins Innere der Firma Xsperm blicken will, und zwar mit Hilfe eines dort arbeitenden ITlers.

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Ermisch denkt weiter, wie eine von Corona geplagte Welt sich entwickeln könnte, wenn kein Impfstoff, kein Heilmittel gefunden wird. Social Distancing wird dann ins Extrem übersteigert, zum Beispiel treffen sich Eltern und ihre erwachsenen Kinder in der Serie gar nicht mehr. Man isst "gemeinsam", indem man die anderen auf dem Tablet sieht.

Das ist der faszinierendste Aspekt dieser Serie: Die gruselige Vorstellung, wie sich die aktuelle Pandemie noch ausweiten und wie das die Art, wie wir leben, nachhaltig verändern könnte.

Miniserie mit Verschwörungsplot

Ermisch nutzt diese Ausgangslage für einen Verschwörungsplot, an dessen Ende das Gefühl steht, Kontaktlos könnte so etwas wie das Prequel zu Aldous Huxleys Roman Schöne neue Welt sein. Die Serien-Verfilmung Brave New World startet übrigens demnächst bei Sky.

Die nur jeweils gut eine Viertelstunde langen Episoden von Kontaktlos sind schnell erzählt. Am Ende jeder Folge gibt es einen Cliffhanger. Natürlich möchte der Zuschauer in erster Linie wissen, was das große Mysterium ist und wie es sich auflöst.

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Schauspielerische Defizite 
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MrAndersenson 01. Aug 2020

Was wäre wenn? Dachte nicht das es mal was gutes haben könnte mit "deutschem...

jg (Golem.de) 28. Jul 2020

Unser Autor sagt dazu: Das zu erklären, wäre ein großer Spoiler für KontaktLos. Sagen wir...

Vollstrecker 27. Jul 2020

Für alle deutschsprachigen Nichtdeutschen ist die Serie kostenlos :D



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