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Konstruktiv streiten:
Warum es manchmal wehtun muss

Niemand gibt in einer Firma gern zu, dass die letzten Monate kompletter Mist waren. Aber das ist nötig, denn Fortschritt braucht Streit.
/ Marvin Engel
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Unser Autor wünscht sich mehr Mut zu Konflikten und dazu, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. (Bild: Kaboompics/Pexels)
Unser Autor wünscht sich mehr Mut zu Konflikten und dazu, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Bild: Kaboompics/Pexels

Es war einer dieser Termine, bei denen schon vorher klar ist, wie er ausgehen wird. Großer Konferenzraum, viele Leute, viele Meinungen. Und ein Thema, das seit Wochen präsent ist, aber nie wirklich ausgesprochen wurde: Das Team funktioniert so nicht. Technisch läuft alles. Aber nicht zwischenmenschlich. Es wird nicht mehr direkt miteinander gesprochen.

Konflikte werden nicht mehr ausgetragen. Zu viele Annahmen, zu wenig echtes Feedback. Und vor allem: zu wenig Bereitschaft, das Ganze wirklich zu hinterfragen. Dadurch bewegt sich das Projekt nur noch wie im Treibsand. Weichgespülte Meinungen, Konfliktvermeidung und kein ehrlicher Umgang miteinander. Der konstruktive Streit fehlt, jene Art von Diskussion, die so positiv heftig ist, dass sich danach etwas ändert. Warum viele Unternehmen, auch Konzerne, mit Projekten scheitern und warum Schmerz manchmal guttut beziehungsweise nötig ist.

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