Konsolen: US-Spielemarkt auf historischem Tiefstand

Der US-Markt für Computerspiele hat im November 2025 einen historischen Tiefpunkt erreicht. Nach aktuellen Marktdaten sind die Verkäufe von Konsolen und Spielen in den Vereinigten Staaten so stark eingebrochen wie seit Beginn der systematischen Erfassung Mitte der 1990er Jahre nicht mehr.
Besonders auffällig ist der Rückgang bei der Hardware: Die Zahl der verkauften Konsolen lag auf dem niedrigsten November-Niveau seit rund 30 Jahren, auch der Umsatz fiel deutlich schwächer aus als im Vorjahresmonat. Das berichtet IGN auf Grundlage(öffnet im neuen Fenster) von Daten des Marktforschungsunternehmens Circana.
Traditionell gilt der November als einer der wichtigsten Monate für die Branche, befeuert durch Black-Friday-Aktionen und den Start des Weihnachtsgeschäfts. 2025 blieb dieser Effekt jedoch weitgehend aus.
Höhere Preise für Konsolen
Zwar stieg der durchschnittliche Verkaufspreis pro Konsole erneut an, doch genau das dürfte laut Analysten ein zentraler Grund für die Zurückhaltung vieler Käufer sein. Höhere Preise treffen auf ein weiterhin angespanntes wirtschaftliches Umfeld, in dem größere Anschaffungen häufiger verschoben werden.
Innerhalb des insgesamt schwachen Markts setzte sich die Playstation 5 im November sowohl bei den Stückzahlen als auch beim Umsatz an die Spitze. Dahinter folgten Nintendos aktuelle Switch-Generation und die Xbox-Modelle Series X und S, deren Verkäufe besonders deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen.
Für Microsoft markierte der Monat laut Branchenbeobachtern einen weiteren Tiefpunkt bei den US-Konsolenverkäufen, wie auch eine Auswertung von IGN hervorhebt. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt.
Noch langes Warten auf GTA 6
Auch bei den Spielen setzte sich der Negativtrend fort. Die Umsätze mit physischen Softwareverkäufen gingen erneut zurück und erreichten für einen November ebenfalls ein Rekordtief. Zwar dominierten bekannte Marken die Verkaufscharts, doch selbst große Blockbuster – bekannt ist es bei Call of Duty – blieben hinter früheren Ergebnissen zurück. Ganz große Neuheiten fehlten, etwa ein GTA 6.
Insgesamt zeichnen die Zahlen das Bild eines Marktes im Umbruch. Steigende Preise, verändertes Kaufverhalten und eine wachsende Bedeutung von Online-Angeboten setzen dem klassischen Konsolengeschäft spürbar zu.
Ob das schwache November-Ergebnis ein Ausreißer bleibt oder der Trend sich bis ins Weihnachtsgeschäft fortsetzt, dürfte für viele Hersteller und Publisher entscheidend sein. Noch ist nicht bekannt, wie stark Europa und andere wichtige Regionen von vergleichbaren Rückgängen betroffen sind.