Konsole und Cloud: "Xbox, go to Skydrive"

Wer im Urlaub mit seinem Smartphone Fotos oder Videos aufnimmt und sie dann im Cloud-Speicherdienst Skydrive abspeichert, kann sie anschließend ohne Weiterbearbeitung auf seiner Xbox One auf dem Wohnzimmer-TV anschauen oder sie mit Freunden teilen. Das ist schon etwas länger bekannt, im Detail hat es jetzt Jeff Henshaw von Microsoft in einem Video vorgestellt. Henshaw demonstriert, dass sich das System wahlweise per Sprache, mit Gesten oder dem Controller bedienen lässt und dass das zumindest im Video sehr schnell und ohne längere Ladezeiten läuft.

Wer dazu neigt, seinen Cloud-Speicher mit allen möglichen Daten zu füllen, bekommt auf der Xbox One nur für die Konsole geeignete Dateien angezeigt, also Videos und Fotos. Außerdem legt das System automatisch eine Art Vorschau mit Thumbnails der Bilder oder Filme an.
Skype mit HD-Auflösung
In seinem Blog stellt Microsoft außerdem einige Funktionen von Skype auf der Xbox One(öffnet im neuen Fenster) vor. So wird während des Spiels mit eingeblendeten Benachrichtigungen darauf hingewiesen, wenn ein Anruf oder eine neue Nachricht vorliegt. Das System unterstützt Videotelefonate mit einer HD-Auflösung von 1.080p, außerdem sollen dank der neuen Kinect-Kamera die "telefonierenden" Personen immer automatisch im Bild sein, ohne direkt vor der Linse sitzen zu müssen.
Neue Nutzungsbedingungen
Auch sonst tut sich derzeit viel bei den kommenden Konsolen. Sowohl Sony als auch Microsoft haben in den vergangenen Tagen ihre Nutzungsbedingungen für die Onlinedienste Playstation Network und Xbox Live überarbeitet. Insbesondere bei den neuen Regeln für das PSN(öffnet im neuen Fenster) hatte es in der Fachpresse einen kurzen Aufschrei gegeben, weil eine Formulierung darauf hingedeutet hatte, dass gebrauchte Spiele nicht weiterverkauft werden dürften. Das sei aber nicht der Fall, stattdessen gehe es nur um das seit Jahren übliche Verfahren, dass Software nicht direkt verkauft, sondern nur an den Endkunden lizenziert werde. Auch Sony-Manager Shuhei Yoshida hat das auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) bestätigt.
Davon abgesehen regeln die Bestimmungen in beiden Fällen vor allem, welche Inhalte dem Nutzer gehören und wie mit dem Datenschutz umgegangen wird – auch hier gibt es keine großen Überraschungen. Videos oder sonstige vom User erstellte Inhalte gehören dem Nutzer, während die Inhalte der Spiele dem Hersteller gehören. Microsoft hat außerdem betont(öffnet im neuen Fenster) , dass die von Kinect erfassten persönlichen Daten in Form eines Codes erfasst werden, der auf der Konsole bleibe und nicht weiterverarbeitet würde.
Kein 3D-Blu-ray auf der Xbox One
Zu guter Letzt hat Microsoft kurz vor der Veröffentlichung seiner Konsole Cnet.com gesagt(öffnet im neuen Fenster) , dass die Xbox One zumindest nach dem Start keine 3D-Blu-ray-Filme abspielen können werde; gegebenenfalls werde die Funktion aber nachgeliefert. Die Playstation 4 beherrscht die 3D-Darstellung in Filmen zwar – aber angesichts der geringen Verbreitung von 3D-Fernsehern dürfte dieses Kriterium wohl nur für einen sehr kleinen Personenkreis eine größere Bedeutung haben.



