Konkurrenz zu Netflix und Co.: Apples eigenes Video-Streaming-Abo kommt bald

Apples eigener Abo-Video-Streaming-Dienst wird wohl bald offiziell angekündigt. Gleich drei Medien berichten unabhängig voneinander von einem baldigen Start. Allerdings unterscheiden sich die Angaben dazu, wann es losgeht. Quellen von Reuters(öffnet im neuen Fenster) erwarten den Start des Dienstes im April, nach Angaben von CNBC(öffnet im neuen Fenster) soll es im April oder Anfang Mai so weit sein, Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) spricht von einem Start bis Sommer dieses Jahres. Apple selbst hat ein Video-Streaming-Abo bislang nicht angekündigt; möglicherweise wird der Dienst das erste Mal offiziell im März vorgestellt.
In den vergangenen Monaten gab es aber immer wieder Berichte über Apples Pläne, ein Konkurrenzangebot zu Netflix oder Amazon Prime Video anbieten zu wollen. Darüber will Apple selbst produzierte Inhalte anbieten und das Abo soll für Besitzer von Apple-Geräten kostenlos nutzbar sein . Es ist nicht bekannt, ob das Abo dann auch zugekaufte Inhalte enthalten wird, wie es Netflix und Amazon Prime Video machen.
Offen ist auch, wie Apple damit Geld verdienen will, wenn die Hauptzielgruppe in Form von bestehenden Apple-Kunden dafür nichts bezahlt. Apple hat Anfang des Jahres angekündigt, dass zumindest neue Fernseher von Samsung mit der iTunes-App erscheinen sollen. Möglicherweise ist darüber dann auch das kommende Abo nutzbar. Es ist nicht bekannt, ob Apple das Abo für weitere Nicht-Apple-Geräte anbieten wird.
Apple will andere Streaming-Anbieter integrieren
Die drei Presseberichte bestätigen nochmals, dass Apple daran arbeite, möglichst viele andere Video-Streaming-Anbieter zu integrieren. Aller Voraussicht nach wird Apple eine Provision behalten, wenn Kunden ein neues Abo darüber abschließen. Ob das auch für laufende Abos gilt, ist nicht bekannt. Das soll vor allem einige größere Anbieter abschrecken – so wird sich Netflix nach aktuellem Kenntnisstand nicht daran beteiligen. Die Dienste sollen dann direkt in einer Oberfläche nutzbar sein, damit der Anwender nicht zwischen verschiedenen Apps wechseln muss. Es erinnert etwas an Amazons Prime-Video-Channels , die über den Video-Streaming-Dienst gebucht werden können.
Für eigene Inhalte soll der iPhone-Hersteller 1 Milliarde US-Dollar investieren, um insgesamt 24 unterschiedliche Fernsehserien zu produzieren. Es ist offen, ob gleich zum Start alle 24 Serien zur Verfügung gestellt werden. Apple soll etliche Hollywoodstars wie Jennifer Aniston, Reese Witherspoon, Jennifer Garner sowie Regisseur J. J. Abrams für eine Präsentation eingeladen haben, wenn der Abodienst offiziell angekündigt wird.
Apple-Abo soll weltweit starten
Reuters hat erfahren, dass weiterhin daran gearbeitet wird, das Apple-Abo weltweit anzubieten ; damit bestätigen sich Angaben vom Oktober 2018. Bezüglich der zubuchbaren Dienste wird es sicherlich erhebliche Unterschiede von Land zu Land geben. Das hat auch mit den Lizenzvereinbarungen zu tun, die von Land zu Land unterschiedlich sind.
So ist etwa der Pay-TV-Anbieter HBO in Deutschland selbst nicht aktiv und hat eine exklusive Partnerschaft mit Sky geschlossen, so dass über Sky beliebte Serien wie Game of Thrones oder Westworld hierzulande zuerst zu sehen sind. Bisher hat Sky eng mit Apple zusammengearbeitet. Für das Streaming-Gerät Apple TV gibt es Sky Ticket und auch Sky Q, während beide Dienste für Amazons populäre Fire-TV-Geräte weiterhin nicht verfügbar sind. Es wäre daher denkbar, dass die Sky-Inhalte zum Start des Apple-Abos darüber hinzugebucht werden können.



