Konkurrenz zu ChatGPT: Dolly 2.0 ist ein komplett quelloffener Sprachgenerator

Das KI-Team von Databricks hat für Dolly 2.0 viele Tausend Menschen beauftragt, das Modell manuell zu kalibrieren. Es ist zudem Open Source.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Team von Databricks hat sich das Schaf für Dolly als Logo ausgesucht.
Das Team von Databricks hat sich das Schaf für Dolly als Logo ausgesucht. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Das KI-Team von Databricks hat den Sprachgenerator Dolly 2.0 veröffentlicht. Es soll wie ChatGPT und Llama für das Generieren und Verstehen von Sprachen in Textform genutzt werden können. Der Unterschied zu ChatGPT ist allerdings klar: Dolly 2.0 soll komplett Open Source gestellt werden und auch eine kommerzielle Nutzung erlauben. Es kann daher noch mehr als das geleakte Llama, welches nicht für die kommerzielle Nutzung freigegeben wurde, für diverse Projekte verwendet werden (via Ars Technica).

Konkret stehen die zwei Teile von Dolly 2.0 unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA). Außerdem mussten die Entwickler einen komplett neuen Datensatz erschaffen, da die erste Version von Dolly teilweise auf ChatGPT-Antworten basierte und deshalb den Geschäftsbedingungen von OpenAI unterlag. Dazu wurden 5.000 Personen beschäftigt, die Daten generieren sollten. Die resultierende Databricks-Dolly-15k-Sammlung besteht aus mehr als 15.000 manuell angepassten Aufzeichnungen.

Ein besser zugängliches Modell

Das darauf aufbauende Sprachmodell Dolly-v2-12b kann aus 12 Milliarden Parametern Texte interpretieren und generieren. Das Modell ist also weit weniger komplex als etwa ChatGPT (175 Milliarden) oder die größeren Versionen von Llama (maximal 65 Milliarden). Vergangene Experimente mit Metas Llama-Modell mit 7 Milliarden Parametern haben aber gezeigt, dass auch damit zufriedenstellende, wenn auch manchmal nicht perfekte Resultate erzielt werden können.

Auch wenn Dolly 2.0 dadurch eventuell ungenauer arbeitet, könnte es bei diversen privaten und kommerziellen Projekten hilfreich sein. Das kann bereits innerhalb der AI-Community beobachtet werden, die mit dem geleakten Llama-Modell schon diverse eigene Projekte realisieren konnte. Das Modell von Databricks ist für den KI-Forscher Simon Willson auch interessant, da es von Menschen kalibriert wurde. Auf Mastodon nennt er das neue Modell deshalb eine große Sache.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Star Wars
Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
Artikel
  1. Lohn und Gehalt: OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr
    Lohn und Gehalt
    OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr

    Die Firma hinter Chat-GPT zahlt im Vergleich zu Unternehmen wie Nvidia besonders gut. Erfahrene Forscher und Entwickler auf dem Gebiet sind Mangelware.

  2. Software-Probleme: Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt
    Software-Probleme
    Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt

    Chevrolet hat einen Verkaufsstopp für sein neues Elektro-SUV Blazer verhängt, weil die Besitzer zahlreiche Softwareprobleme gemeldet haben.

  3. USA: Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu
    USA
    Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu

    Das US-Solarunternehmen iSun und der deutschen Agrivoltaik-Firma Next2Sun bauen in den USA eine Solaranlage mit vertikal aufgestellten Solarmodulen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus 2 TB mit Kühlkörper 114,99€ • Crucial Pro 32 GB DDR5-5600 79,99€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • Anthem PC 0,99€ • Wochenendknaller bei MediaMarkt • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /