Konkurrenz für Paypal: Commerzbank erwartet für Paydirekt in Kürze 250.000 Nutzer
Die Commerzbank rechnet gleich nach dem Start mit vielen Kunden für das neue Online-Bezahlverfahren Paydirekt, mit dem die deutschen Banken mit US-Anbietern wie Paypal konkurrieren. "Weil bei Paydirekt die gesamte Kreditwirtschaft mitmacht, können wir wirklich dafür sorgen, dass die Menschen am Ende mehr über das Internet einkaufen" , sagte Commerzbank-Privatkundenvorstand Martin Zielke der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .
Für die ersten Monate nach dem Start erwartet die Commerzbank mindestens 250.000 registrierte Nutzer, das wären knapp 10 Prozent der 2,8 Millionen Commerzbank-Kunden, die ihr Onlinebanking aktiviert haben.
Der Markt fürs Einkaufen im Internet sei noch nicht gesättigt, sagte Zielke. Es müsse daher weniger darum gehen, die Konkurrenz zu verdrängen. "Da ist noch sehr viel Potenzial, bislang laufen ja gerade mal weniger als drei Prozent aller Einzelhandelsumsätze über das Internet. Der Markt ist daher noch lange nicht verteilt."
Die Datenströme bleiben in Deutschland
Die genossenschaftlichen Banken, die Sparkassenorganisation sowie die Groß- und Privatbanken haben das Online-Bezahlverfahren(öffnet im neuen Fenster) Paydirekt entwickelt. Es soll sich um eine direkt mit dem Girokonto verknüpfte Lösung für die Zahlungsabwicklung handeln. Paydirekt betont, nicht die Warenkorbdaten der Kunden zu verkaufen. "Die Kontodaten des Kunden bleiben bei seiner Bank, sie gelangen nicht zum Händler." Die Server und die Datenströme liefen "ausschließlich in Deutschland."
Nach über zwei Jahren Vorarbeit ging Paydirekt Anfang November an den Start. Die ersten, die damit einkaufen konnten, waren Kunden der Hypovereinsbank. Erst in den kommenden Wochen werden weitere Banken und Händler angeschlossen.
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