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Konkurrenz für AWS: Meta Platforms macht Pläne für KI-Cloud-Geschäft konkreter

Meta hat offenbar mehr KI-Cloud-Kapazität, als es selbst benötigt. Der Konzern könnte zum Angriff auf Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud übergehen.
/ Achim Sawall
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Mitarbeiter des Meta Infrastructure Hardware Design Team im Meta-Rechenzentrum (Bild: Meta Platforms)
Mitarbeiter des Meta Infrastructure Hardware Design Team im Meta-Rechenzentrum Bild: Meta Platforms

Meta Platforms baut wohl ein Cloudgeschäft auf, um Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz zu verkaufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Damit würde Meta Platforms zum Konkurrenten von Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud.

Der Social-Media-Konzern könnte neue Einnahmen generieren und die Abhängigkeit vom Werbemarkt verringern. Die Pläne befinden sich aber noch in der Entwicklungsphase, und die Strategie könnte sich noch ändern. Die Aktien von Meta legten um mehr als 10 Prozent zu.

Meta-CEO Mark Zuckerberg hatte zuvor die Vermietung von KI-Serverkapazitäten nicht ausgeschlossen. Wie Zuckerberg auf der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns am 27. Mai 2026 in einer Fragerunde erklärte, sei ein Einstieg in den Markt für Cloudinfrastruktur "definitiv eine Option".

Meta Muse Spark vorgestellt

Der Schritt hänge davon ab, ob der massive Ausbau der Rechenzentren mehr Kapazitäten hervorbringe, als für die eigenen KI-Workloads benötigt werden. "Wenn wir an einen Punkt kommen, an dem wir das Gefühl haben, zu viel gebaut zu haben, dann ist das eine Option, die wir haben", so Zuckerberg vor den Aktionären.

Im April stellte Meta Muse Spark vor, das erste KI-Modell seines eigens zusammengestellten, hoch bezahlten Teams. Es wurde bislang jedoch noch nicht für Entwickler freigegeben. Einem Bericht des Wall Street Journal vom vergangenen Monat(öffnet im neuen Fenster) zufolge gibt es noch keinen geplanten Termin für die Veröffentlichung.

Meta ist einer der größten Kunden von Neocloud-Anbietern

Meta betreibt riesige Cluster mit Hunderttausenden Nvidia H100- und A100-GPUs. Für die nächste Generation wie Llama 4 und die Personal Superintelligence schloss Meta eine langfristige Partnerschaft mit Nvidia, um Millionen der neuen Blackwell- und Rubin-GPUs sowie Grace-CPUs in die eigene Infrastruktur zu integrieren.

Um die Abhängigkeit von Nvidia langfristig zu verringern, entwickelt Meta die Meta Training and Inference Accelerator (MTIA) Chips. Diese hauseigenen ASICs werden bisher vor allem für weniger komplexe, aber hochfrequente Aufgaben wie die Empfehlungs-Algorithmen (Ranking) von Facebook und Instagram genutzt, während das umfangreiche KI-Training weiter auf Nvidia-Infrastruktur läuft.

Meta ist zugleich einer der größten Kunden von Neocloud-Anbietern und Cloudspezialisten. Allein das Vertragsvolumen mit dem KI-Infrastrukturanbieter Coreweave beläuft sich auf über 35 Milliarden US-Dollar. Auch Oracles Cloudinfrastruktur wird massiv für das Training genutzt.


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