• IT-Karriere:
  • Services:

Konjunkturpaket: Staatlicher Antennenbau bekommt vier Fördermilliarden mehr

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft erhält viel mehr Förderung als geplant. Kritiker sehen die LTE-Ausbauauflagen damit ausgehebelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Bau von Mobilfunkanlagen von der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm
Bau von Mobilfunkanlagen von der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm (Bild: Deutsche Funkturm)

Es dürfe nicht sein, dass Mobilfunkunternehmen ihre Versorgungsauflagen und -zusagen durch die Hintertür mit Steuergeldern erfüllen dürften. Das sagte Stephan Albers, Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), am 4. Juni 2020 zur Ausstattung der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mit 5 Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket.

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main Innenstadt

Ende vergangenen Jahres wurde in der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung noch von einem Förderbedarf für die verbleibenden "weißen Mobilfunkflecken" in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die Errichtung von bis zu 5.000 Mobilfunkstandorten ausgegangen."Damit würde das Instrumentarium der Auflagen und Zusagen ad absurdum geführt", kritisierte Albers die Erhöhung des Betrags. Im Breko sind viele kommunale Netzbetreiber organisiert.

Die Unionsfraktion erklärte dagegen: "Mit 5 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren kann die zukünftige Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft die weißen Flecken in den Mobilfunknetzen tilgen." Dies sei für die Lösung der aktuellen Probleme im Mobilfunknetzausbau ein "Volltreffer".

Staat übernimmt die Ausbauauflagen: Mobilfunkkonzerne sind zufrieden

Wie bereits im September angekündigt, will die Bundesregierung eine Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) gründen. "Um einen effektiven Ausbau der Mobilfunkmasten zu gewährleisten, wird prioritär auf Grundstücke und Liegenschaften der öffentlichen Hand zurückgegriffen", erklärten die Vorstände im Juni 2019. Die Technik auf den Masten errichten die Mobilfunkbetreiber, die Masten bleiben im Besitz des Bundes. Die Gesellschaft soll auch selbst "die Beauftragung des Ausbaus von passiver Mobilfunkinfrastruktur erwägen".

"Um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sicherzustellen, brauchen wir den Glasfaserausbau im Festnetz und ergänzend den 5G-Mobilfunkausbau. Dieser Ausbau erfolgt in erster Linie und vorrangig eigenwirtschaftlich", betonte Albers.

"40 Prozent der kommunalen Unternehmen stehen in den Startlöchern, um Funklöcher zu stopfen: Sie bieten Mobilfunknetzbetreibern eigene Maststandorte oder planen es. Viele bieten die notwendige Glasfaser- und Energieanbindung. Wenn der Bund jetzt den Ausbau der notwendigen Infrastruktur bei seiner eigenen Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft bündeln will, muss das kommunalwirtschaftliche Engagement Berücksichtigung finden", erklärte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Nur so gelinge der von allen der angestrebte flächendeckende Ausbau von 5G. In Kombination mit der geplanten Entbürokratisierung des Fördersystems beim Breitbandausbau könne der Ausbau der Glasfasernetze neuen Schub bekommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

senf.dazu 05. Jun 2020

Ja ja so ein Mästchen in der Pampa mit zu versorgender Ortschaft drumherum das ist...

wire-less 04. Jun 2020

Im Prinzip gut, aber. Der Staat hebelt systematisch den Wettbewerb/Markt aus. Da werden...


Folgen Sie uns
       


Bill Gates: Mit Technik gegen die Klimakatastrophe
Bill Gates
Mit Technik gegen die Klimakatastrophe

Bill Gates' Buch über die Bekämpfung des Klimawandels hat Schwächen, es lohnt sich aber trotzdem, dem Microsoft-Gründer zuzuhören.
Eine Rezension von Hanno Böck

  1. Microsoft-Gründer Bill Gates startet Podcast

XPS 13 (9310) im Test: Dells Ultrabook ist besser denn je
XPS 13 (9310) im Test
Dells Ultrabook ist besser denn je

Wir dachten ja, bis auf den Tiger-Lake-Chip habe Dell am XPS 13 nichts geändert. Doch es gibt einige willkommene Änderungen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dell-Ultrabook XPS 13 mit weniger vertikalen Pixeln
  2. Notebooks Dells XPS 13 mit Intels Tiger Lake kommt
  3. XPS 13 (9300) im Test Dells i-Tüpfelchen

Wissen für ITler: 11 tolle Tech-Podcasts
Wissen für ITler
11 tolle Tech-Podcasts

Die Menge an Tech-Podcasts ist schier unüberschaubar. Wir haben ein paar Empfehlungen, die die Zeit wert sind.
Von Dennis Kogel


      •  /