Konflikt mit China: Apple soll Zulieferer zu Taiwan-Verzicht nötigen
Apple soll seine in Taiwan ansässigen Zulieferer mit Nachdruck dazu aufgefordert haben, ihre Bauteile oder Komponenten entweder mit "Taiwan, China" oder "Chinese Taipei" zu beschriften, wie der japanische Branchendienst Nikkei(öffnet im neuen Fenster) aus unternehmensnahen Quellen erfahren haben will. Apples Plan sei es, so Probleme mit dem chinesischen Zoll zu umgehen, da etwa die iPhones vor Ort bei Foxconn gefertigt werden.
Die Formulierung folgt dem Standpunkt der Regierung der Volksrepublik China alias Mainland China, dass die taiwanische Insel, die sich selbst als Taiwan oder Republik China bezeichnet, dem Ein-China-Prinzip zufolge zu deren Staatsgebiet gehört. Diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhalten die wenigsten Staaten, um so einen Konflikt mit der Volksrepublik China zu vermeiden.
Chipkrise noch nicht überwunden
Für Apple gehört diese zu den wichtigsten Absatzmärkten weltweit, vor allem aber werden die meisten Produkte dort komplett oder zumindest anteilig hergestellt. Die iPhones beispielsweise stammen aus chinesischen Werken, einige Mac-Systeme wie etwa der letzte Mac Pro hingegen werden in den USA montiert und sind entsprechend gekennzeichnet (Designed by Apple in California, Assembled in the USA).
Mit Blick auf den Herbst, also den Zeitpunkt für neue iPhones, ist Apple auf eine stabile Lieferkette angewiesen. Aus Sicht des Unternehmens ergibt die Ansage an die Zulieferer ergo Sinn, damit es zu keinen oder weniger Verzögerungen kommen. Die nach wie vor nicht überwundene Chipkrise sorgt überdies dafür, dass auch Apple gewisse Kompromisse eingehen muss: Angeblich erhält nur das iPhone 14 Pro das neue A16-SoC, das iPhone 14 hingegen den bekannten A15-Prozessor.
Taiwan spielt für die Halbleiterfertigung eine enorm wichtige Rolle, zwei Drittel aller Chips weltweit stammen von Unternehmen auf der Insel.
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