Konflikt im Roten Meer: Houthi-Drohnenboot greift Frachter an

Am 12. Juni 2024 ist ein unter liberianischer Flagge fahrendes Frachtschiff(öffnet im neuen Fenster) von einem unbemannten Überwasserschiff (USV) der Houthi-Rebellen angegriffen worden, während es das Rote Meer durchquerte. Das berichtet The War Zone(öffnet im neuen Fenster) (TWZ).
Der Vorfall, der von Joshua Hutchinson, dem Geschäftsführer für Risiko und Aufklärung des maritimen Sicherheitsunternehmens Ambrey, bestätigt wurde, stellt den ersten erfolgreichen Anschlag der im Jemen ansässigen Rebellengruppe auf ein ziviles Schiff seit Beginn ihrer aktuellen Angriffswelle auf die Schifffahrt vor der jemenitischen Küste im Roten Meer im Dezember 2023 dar.
Die von der Royal Navy verwaltete United Kingdom Maritime Trade Operations ( UKMTO(öffnet im neuen Fenster) ) berichtete, dass das Schiff 66 Seemeilen südwestlich von Al Hudaydah im Jemen, von einem kleinen weißen Boot mit einer Länge von fünf bis sieben Metern getroffen wurde. Der Kapitän des getroffenen Schiffes teilte mit, dass sein Schiff Wasser aufnimmt und nicht mehr unter der Kontrolle der Besatzung steht.
Houthi-Rebellen im Jemen setzten bereits in der Vergangenheit Drohnenboote für Kamikaze-Angriffe ein und waren damit Vorreiter für deren Einsatz in der Praxis. Im Januar 2017 hatte ein mit Sprengstoff beladenes USV der Houthi-Rebellen eine saudische Fregatte(öffnet im neuen Fenster) gerammt und damit die Fähigkeiten der Gruppe demonstriert.
US-Vizeadmiral Brad Cooper, Kommandeur des US-Marinekommandos für den Mittleren Osten (Navcent), äußerte sich laut einem früheren Bericht von TWZ im Januar dieses Jahres besorgt über die Verwendung von USVs für Einwegangriffe.
Am 17. Juli 2023 setzte die Ukraine ihre neu entwickelten Sea-Baby-Drohnen ein, um 850 kg Sprengstoff an einem Betonpfeiler der Kertsch-Brücke umzusetzen. Der Angriff beschädigte Teile der Brücke und tötete zwei Menschen, wie Russland mitteilte.



