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Konfigurations- und Bauanleitung: Eine Steam Machine zum Selbstbauen

Valve bringt nicht nur einen starken Konsolen -Konkurrenten auf den Markt, sondern lädt auch zum Selbstbauen ein. Wir zeigen, wie einfach das geht.
/ Martin Böckmann
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Ein als Steam Machine eingerichteter Mini-ITX-PC (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Ein als Steam Machine eingerichteter Mini-ITX-PC Bild: Martin Böckmann/Golem.de
Inhalt
  1. Konfigurations- und Bauanleitung: Eine Steam Machine zum Selbstbauen
  2. Auf Bluetooth und WLAN achten

Mit der Steam Machine hat Valve offenbar einen Nerv getroffen und vor allem in Foren wie Reddit zahlreiche Diskussionen über die Fähigkeiten sowie den mutmaßlichen Preis für den Gaming-PC fürs Wohnzimmer ausgelöst. Kern des Minirechners ist ein Semi-Custom-SoC mit AMD-Technik und Valves Betriebssystem SteamOS. Letzteres ist frei verfügbar(öffnet im neuen Fenster) und macht eigene Konfigurationen problemlos möglich, sofern man einige Aspekte beachtet.

Am einfachsten ist der Selbstbau, wenn man die groben Spezifikationen von Valve einhält. Das bedeutet, dass eine AMD-CPU verbaut und ebenfalls eine AMD-Grafikkarte genutzt wird, denn dann lässt sich SteamOS ohne Umwege installieren.

An ein exaktes Modell muss man sich nicht halten. SteamOS ist, was Hardware betrifft, nicht wählerisch. Wer mehr Leistung benötigt, kann schnellere Komponenten verbauen oder später nachrüsten. Auch aktuelle Zen-5-Prozessoren und RDNA-4-Grafikkarten werden unterstützt.

Hardware-Übersicht zur Steam Machine
Komponenten Valve Steam Machine Steam Machine DIY-Beispiel
Prozessor 6-Kern-CPU basierend auf AMD Zen 4 AMD Ryzen 5 7500F
Arbeitsspeicher 16 GByte 16 GByte DDR5-5600
Grafikkarte AMD RDNA-3-GPU mit 28 Ausführungseinheiten AMD Radeon 7600 XT
Mainboard Proprietär Asus Tuf-Gaming A620M-Plus Wifi
SSD M.2 2230 NVMe Crucial P3 Plus 1TB, M.2 2280 NVMe
Netzteil und Gehäuse Proprietär Montech Heritage PC-Gehäuse, SilverStone SST-ST50F 500W
Gesamtpreis Unbekannt 760 Euro

Im SoC der Steam Machine stecken sechs Zen-4-Kerne mit einer Taktfrequenz von bis zu 4,8 GHz sowie eine RDNA-3-Grafikeinheit mit 28 Ausführungseinheiten. Äquivalente PC-Hardware ist sowohl gut verfügbar als auch verhältnismäßig preiswert. Als Prozessor eignet sich ein AMD Ryzen 5 7500F(öffnet im neuen Fenster) mit ebenfalls sechs Kernen und einer maximalen Taktfrequenz von 5 GHz, während als Grafikkarte eine AMD Radeon RX 7600 ähnliche Leistungswerte bietet.

Gut geeignet für ältere Hardware

Es muss aber nicht zwingend AMDs aktuelle AM5-Plattform verwendet werden; insbesondere auf dem Gebrauchtmarkt ist die Versorgung mit Mainboards und Prozessoren der AM4-Generation aktuell hervorragend. Zudem lässt sich dabei möglicherweise bereits vorhandener DDR4-Arbeitsspeicher weiter nutzen, angesichts der stark gestiegenen Speicherpreise kann allein das ein Grund sein, die Steam Machine mit einer etwas älteren CPU zu betreiben.

Der geringe Leistungs- und Speicherbedarf von SteamOS hilft dabei, die CPU-Last gering zu halten und selbst mit 16 GByte Arbeitsspeicher auch aktuelle Spiele in aller Regel flüssig darzustellen. Beim Grafikspeicher sieht das anders aus. Dort kann Linux keine Wunder bewirken, bei gleicher Auflösung und Detailgrad ist auch der Speicherbedarf der Texturen im Vergleich zu Spielen auf Windows fast identisch.

Wer aktuellere Spiele spielt und einen 4K-Fernseher besitzt, sollte Valves Entscheidung zu einer Grafikkarte mit 8 GByte Speicher nicht unbedingt folgen. Wir empfehlen mindestens eine AMD Radeon RX 7600 XT mit 16 GByte Speicher oder das neuere Nachfolgemodell mit RDNA-4-Technik, die AMD Radeon RX 9060 XT. Auch eine ältere AMD Radeon RX 6700 XT mit immerhin 12 GByte wäre für 4K-Inhalte besser geeignet.


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